30-60-90-Tage-Plan
Ein 30-60-90-Tage-Plan strukturiert einen Einstieg oder Rollenwechsel in drei beispielhafte Phasen. Die Zahlen sind ein Planungsmodell, keine gesetzliche Vorgabe. Inhalt und Tempo müssen zur Aufgabe, Arbeitszeit und Erfahrung passen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Abfindung
Eine Abfindung ist eine Zahlung im Zusammenhang mit der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses. Ein allgemeiner Anspruch entsteht nicht automatisch bei jeder Kündigung. Anspruchsgrundlage, Höhe und steuer- beziehungsweise sozialrechtliche Folgen müssen getrennt geprüft werden.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Ablauforganisation
Die Ablauforganisation beschreibt, in welcher Reihenfolge und mit welchen Übergaben Arbeit erledigt wird. Im HR-Bereich betrifft sie beispielsweise einen Recruitingprozess oder einen Urlaubsantrag. Ihr Ziel ist ein verständlicher Ablauf, nicht möglichst viele Freigabeschritte.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Active Sourcing
Active Sourcing ist die gezielte Recherche und Ansprache potenziell geeigneter Personen, statt nur auf eingehende Bewerbungen zu warten. Es erfordert einen klaren beruflichen Bezug, sorgfältigen Umgang mit Daten und eine respektvolle Kontaktaufnahme. Öffentlich sichtbare Informationen sind nicht automatisch unbegrenzt nutzbar.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →AI Act: KI-Verordnung in HR
Der AI Act ist die europäische KI-Verordnung. Er verbindet unterschiedliche Pflichten mit bestimmten KI-Systemen und Verwendungszwecken. Für HR sind insbesondere verbotene Praktiken, KI-Kompetenz, Transparenz und die Einordnung personalbezogener Hochrisikoanwendungen relevant.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Anforderungsprofil
Ein Anforderungsprofil beschreibt, welche fachlichen Voraussetzungen, Fähigkeiten und Arbeitsbedingungen für eine Rolle relevant sind. Es dient als Grundlage für Ausschreibung, Auswahl und Einarbeitung. Gute Kriterien entstehen aus den Aufgaben, nicht aus dem Wunschbild einer bestimmten Person.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Anschreiben
Ein Anschreiben erläutert den Bezug zwischen einer Person und einer konkreten Stelle. Es ergänzt den Lebenslauf, statt ihn nur zu wiederholen. Nicht jeder Bewerbungsprozess verlangt ein Anschreiben; maßgeblich sind die Angaben des jeweiligen Arbeitgebers.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Applicant Tracking System (ATS)
Ein Applicant Tracking System, kurz ATS, unterstützt die digitale Verwaltung von Bewerbungen und Auswahlprozessen. Es kann Stellen, Kommunikation, Termine und Status bündeln. Welche Funktionen vorhanden und zulässig nutzbar sind, hängt vom konkreten System und Einsatz ab.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Arbeitnehmerüberlassung
Arbeitnehmerüberlassung liegt vor, wenn ein Arbeitgeber eigene Arbeitnehmer einem Dritten zur Arbeitsleistung überlässt und die gesetzlichen Merkmale erfüllt sind. Die Beschäftigten arbeiten dann typischerweise in der Organisation des Entleihers unter dessen Weisungen. Das ist von reiner Personalvermittlung und selbstständigen Dienstleistungen abzugrenzen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Arbeitsunfall
Ein Arbeitsunfall ist ein Unfall, der unter den Voraussetzungen des gesetzlichen Unfallversicherungsrechts mit einer versicherten Tätigkeit zusammenhängt. Ob ein konkreter Vorfall erfasst ist, wird nicht allein durch Arbeitsort oder Arbeitszeit entschieden. Auch Wege- und Homeoffice-Konstellationen brauchen eine genaue Einordnung.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Arbeitsvertrag
Ein Arbeitsvertrag regelt die vereinbarte Tätigkeit und Gegenleistung in einem Beschäftigungsverhältnis. Nach § 611a BGB kommt es für die Einordnung auch auf die tatsächliche Durchführung an, insbesondere Weisungsgebundenheit und Eingliederung. Die Überschrift allein entscheidet nicht über den Status.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Arbeitszeiterfassung
Arbeitszeiterfassung dokumentiert die tatsächlich geleistete Arbeitszeit. Nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts besteht für die erfassten Arbeitnehmer eine Pflicht zur Einrichtung eines Systems zur Erfassung von Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit. Sie ist nicht mit bloßer Anwesenheits- oder Leistungskontrolle gleichzusetzen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Arbeitszeitgesetz
Das Arbeitszeitgesetz begrenzt die Arbeitszeit und sichert Erholungszeiten für die von ihm erfassten Beschäftigten. Es regelt insbesondere tägliche Höchstdauer, Pausen, Ruhezeit sowie Sonn- und Feiertagsarbeit. Der Anwendungsbereich und mögliche Ausnahmen müssen jeweils geprüft werden.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Arbeitszeitkonto
Ein Arbeitszeitkonto dokumentiert Abweichungen zwischen vereinbarter und tatsächlich berücksichtigter Arbeitszeit. Es kann Flexibilität ermöglichen, benötigt aber klare Regeln. Ein positiver oder negativer Saldo erklärt für sich allein noch nicht, welche Ansprüche oder Pflichten bestehen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Arbeitszeugnis
Ein Arbeitszeugnis dokumentiert nach § 109 GewO mindestens Art und Dauer der Tätigkeit. Auf Verlangen erstreckt es sich auch auf Leistung und Verhalten. Ein einfaches und ein qualifiziertes Zeugnis sind daher unterschiedliche Dokumentarten.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Assessment Center
Ein Assessment Center kombiniert mehrere geeignete Übungen und Beobachtungssituationen zur Personalauswahl oder Entwicklung. Es ist kein gesetzlich standardisiertes Verfahren und nicht automatisch objektiv. Qualität entsteht durch Aufgabenbezug, geeignete Beobachtung und einen fairen Umgang mit Teilnehmenden.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Aufbauorganisation
Die Aufbauorganisation beschreibt, wie Aufgaben, Rollen und Entscheidungsbefugnisse im Unternehmen verteilt sind. Ein Organigramm stellt einen Teil davon grafisch dar. Es erklärt aber nicht automatisch, wie ein konkreter Vorgang zwischen diesen Einheiten bearbeitet wird.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Aufhebungsvertrag
Ein Aufhebungsvertrag beendet ein Arbeitsverhältnis durch Vereinbarung beider Seiten. Er ist keine einseitige Kündigung. Die gesetzliche Schriftform nach § 623 BGB gilt ebenfalls; die elektronische Form ist ausgeschlossen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Auftragsverarbeitung im HR-Bereich
Auftragsverarbeitung liegt vor, wenn ein Dienstleister personenbezogene Daten im Auftrag und nach den maßgeblichen Vorgaben eines Verantwortlichen verarbeitet. Ob dieses Modell tatsächlich passt, richtet sich nach der Rolle, nicht allein nach der Vertragsüberschrift. Nicht jeder externe HR-Dienstleister ist automatisch Auftragsverarbeiter.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Ausbildung
Eine betriebliche Berufsausbildung vermittelt die berufliche Handlungsfähigkeit in einem geregelten Ausbildungsgang. Sie ist kein gewöhnlicher Hilfsarbeitsvertrag. Für Ausbildungsverhältnisse gelten insbesondere das Berufsbildungsgesetz und gegebenenfalls weitere berufsspezifische Regelungen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Befristeter Arbeitsvertrag
Ein befristeter Arbeitsvertrag endet nach einer wirksamen Befristungsvereinbarung mit einem bestimmten Datum oder einem vereinbarten Zweck. Das Teilzeit- und Befristungsgesetz unterscheidet insbesondere Befristungen mit und ohne sachlichen Grund. Zwei Jahre sind keine allgemeine Obergrenze für jede Befristung.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Berechtigungskonzept
Ein Berechtigungskonzept definiert, wer für welche Aufgabe auf welche Daten und Funktionen zugreifen darf. Es umfasst technische Rechte und organisatorische Freigaben. Die bloße Zugehörigkeit zu HR ist kein ausreichender Grund für uneingeschränkten Zugriff auf alle Personaldaten.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Bereitschaftsdienst
Bereitschaftsdienst verlangt typischerweise den Aufenthalt an einem vom Arbeitgeber bestimmten Ort, um bei Bedarf die Arbeit aufzunehmen. Er ist arbeitsschutzrechtlich grundsätzlich als Arbeitszeit zu berücksichtigen, auch wenn nicht während des gesamten Zeitraums aktiv gearbeitet wird. Vergütungsfragen sind gesondert zu prüfen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Berufseinstieg
Berufseinstieg bezeichnet den Übergang von Schule, Ausbildung oder Studium in eine berufliche Tätigkeit. Er verbindet fachliche Anwendung mit neuen organisatorischen Erwartungen. Ein erfolgreicher Einstieg braucht nicht nur Motivation, sondern klare Aufgaben, Anleitung und Rückmeldung.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Beschäftigtendatenschutz
Beschäftigtendatenschutz schützt personenbezogene Informationen im Zusammenhang mit der Arbeit. Er betrifft Bewerber, Beschäftigte und ehemalige Beschäftigte. Ein Arbeitsverhältnis schafft keine allgemeine Erlaubnis, sämtliche verfügbaren Daten zu erfassen oder weiterzugeben.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Betriebliche Altersvorsorge
Betriebliche Altersversorgung umfasst Versorgungsleistungen aus Anlass eines Arbeitsverhältnisses. Sie kann arbeitgeberfinanziert oder durch Entgeltumwandlung mitfinanziert werden. Durchführungsweg, Zusage und Finanzierung bestimmen, welche Rechte und Risiken bestehen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)
Betriebliches Eingliederungsmanagement soll klären, wie Arbeitsunfähigkeit überwunden, erneuter Arbeitsunfähigkeit vorgebeugt und der Arbeitsplatz erhalten werden kann. § 167 Absatz 2 SGB IX verlangt ein entsprechendes Angebot, wenn Beschäftigte innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig sind.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Betriebliches Gesundheitsmanagement
Betriebliches Gesundheitsmanagement koordiniert die Gestaltung gesundheitsgerechter Arbeit und geeigneter Unterstützungsangebote. Es ist von einzelnen freiwilligen Gesundheitsaktionen zu unterscheiden. Gesetzlicher Arbeitsschutz und das betriebliche Eingliederungsmanagement haben jeweils eigene Anforderungen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Betriebsrat
Der Betriebsrat ist die nach dem Betriebsverfassungsgesetz gewählte Interessenvertretung der Beschäftigten eines Betriebs. Seine Beteiligungsrechte unterscheiden sich nach Thema. Information, Beratung, Zustimmung und Mitbestimmung sind nicht austauschbar.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Betriebsvereinbarung
Eine Betriebsvereinbarung ist eine Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat im gesetzlichen Rahmen. Sie kann verbindliche Regelungen für den Betrieb enthalten. Ihr zulässiger Inhalt wird insbesondere durch Gesetz, Tarifvorrang und die Zuständigkeit der Beteiligten begrenzt.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Bewerberdatenschutz
Bewerberdatenschutz regelt den Umgang mit personenbezogenen Informationen während der Personalgewinnung und nach Abschluss eines Verfahrens. Er umfasst nicht nur hochgeladene Unterlagen, sondern auch Notizen, Suchprofile und Kommunikation. Eine öffentlich sichtbare Angabe ist nicht automatisch beliebig weiterverwendbar.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Bewerbermanagement
Bewerbermanagement organisiert eingehende Bewerbungen, Kommunikation, Auswahl und Dokumentation. Es soll dafür sorgen, dass ein Verfahren nachvollziehbar und verlässlich abläuft. Ein professioneller Prozess kann auch mit einfachen Werkzeugen beginnen, benötigt aber klare Regeln.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Bewerbung
Eine Bewerbung zeigt, warum eine Person eine konkrete Aufgabe übernehmen möchte und welche passenden Erfahrungen oder Fähigkeiten sie mitbringt. Sie ist kein Wettbewerb um möglichst viele Unterlagen. Entscheidend sind nachvollziehbare Informationen, ein klarer Bezug zur Stelle und korrekte Angaben.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Bewerbungsabsage
Eine Bewerbungsabsage beendet die Teilnahme an einem konkreten Auswahlverfahren. Sie sollte klar, respektvoll und korrekt sein. Eine freundliche Formulierung darf nicht verschleiern, ob bereits entschieden wurde oder ob die Bewerbung weiterhin berücksichtigt wird.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Blended Learning
Blended Learning verbindet unterschiedliche Lernformen, etwa digitale Selbstlernphasen, gemeinsame Workshops und praktische Anwendung. Die Formate sollen sich ergänzen. Ein Onlinevideo plus Präsenztermin ergibt noch kein schlüssiges Lernkonzept.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Bonuszahlung
Eine Bonuszahlung ist ein zusätzlicher Vergütungsbestandteil, dessen Anspruch von der jeweiligen Vereinbarung abhängt. Möglich sind garantierte Sonderzahlungen, individuelle Zielboni oder unternehmensbezogene variable Vergütung. Die Bezeichnung allein beantwortet weder die Anspruchsvoraussetzungen noch die Berechnung.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Bruttogehalt
Das Bruttogehalt ist das vereinbarte Arbeitsentgelt vor den individuellen gesetzlichen Abzügen. Es ist weder der Auszahlungsbetrag noch mit den gesamten Arbeitgeberkosten gleichzusetzen. Für einen brauchbaren Vergleich müssen Bezugszeitraum, Arbeitszeit und enthaltene Bestandteile übereinstimmen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Brückenteilzeit
Brückenteilzeit ist eine zeitlich begrenzte Verringerung der Arbeitszeit mit anschließender Rückkehr zum vorherigen vertraglichen Umfang nach § 9a TzBfG. Sie ist von einer dauerhaft vereinbarten Teilzeit zu unterscheiden. Nicht jeder Arbeitgeber und nicht jede Konstellation fällt unter den Anspruch.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Buddy-System
Ein Buddy-System stellt neuen Beschäftigten eine erfahrene Ansprechperson für Orientierung im Arbeitsalltag zur Seite. Der Buddy hilft bei praktischen Fragen und sozialen Kontakten. Die Rolle ist von fachlicher Führung, Beurteilung und formaler Unterweisung zu unterscheiden.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Candidate Experience
Candidate Experience bezeichnet die Erfahrung einer Person während ihres Kontakts mit einem potenziellen Arbeitgeber. Sie umfasst Information, Bewerbung, Gespräche, Rückmeldungen und die Entscheidung. Eine angenehme Oberfläche kann widersprüchliche oder unfaire Abläufe nicht ausgleichen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Change Management
Change Management gestaltet den Übergang von einem bestehenden Arbeitszustand zu einer veränderten Organisation oder Arbeitsweise. Es umfasst mehr als Kommunikation. Betroffene Aufgaben, Fähigkeiten, Systeme und Beteiligungsrechte müssen zusammen betrachtet werden.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Coaching
Coaching ist eine zeitlich und thematisch begrenzte Begleitung bei beruflichen Fragen und Veränderungsaufgaben. Es soll die eigenständige Reflexion und Handlungsfähigkeit unterstützen. Coaching ist keine Psychotherapie und ersetzt keine medizinische oder rechtliche Behandlung beziehungsweise Beratung.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Cost per Hire
Cost per Hire bezeichnet die durchschnittlichen definierten Recruitingkosten pro Einstellung. Der Wert hängt stark davon ab, welche internen und externen Kosten einbezogen werden. Er ist kein vollständiger Maßstab für die Qualität einer Einstellung.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →CV Parsing
CV Parsing überträgt Informationen aus einem Lebenslauf in strukturierte Datenfelder. Es kann die Erfassung erleichtern, ist aber noch keine Eignungsbewertung. Layout, Sprache und Dateiformat können die Qualität der erkannten Daten beeinflussen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Datenschutz-Folgenabschätzung
Eine Datenschutz-Folgenabschätzung untersucht die Risiken einer geplanten Verarbeitung für die Rechte und Freiheiten betroffener Personen. Sie ist nach Artikel 35 DSGVO unter bestimmten Voraussetzungen erforderlich. Nicht jedes digitale HR-Projekt benötigt sie, aber neue Technik befreit auch nicht von einer Risikoprüfung.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Delegation
Delegation überträgt eine klar beschriebene Aufgabe und passende Entscheidungsbefugnisse an eine andere Person. Sie ist nicht dasselbe wie das bloße Weiterreichen von Arbeit. Verantwortungsgrenzen, Ressourcen und Rückmeldepunkte müssen zur übertragenen Aufgabe passen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Digitale Personalakte
Eine digitale Personalakte bündelt zulässige Unterlagen zu einem Beschäftigungsverhältnis in elektronischer Form. Sie ist keine Erlaubnis, alle verfügbaren Informationen über eine Person zu sammeln. Zweck, Erforderlichkeit, Zugriff und Aufbewahrung müssen für Dokumentarten festgelegt werden.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Diskriminierung am Arbeitsplatz
Diskriminierung im arbeitsrechtlichen Kontext umfasst unzulässige Benachteiligungen aus gesetzlich geschützten Gründen. Das AGG erfasst unterschiedliche Formen einschließlich Belästigung und sexueller Belästigung. Nicht jede als unfair empfundene Entscheidung ist automatisch ein AGG-Verstoß; sie kann dennoch bearbeitungsbedürftig sein.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Diversity Management
Diversity Management gestaltet einen fairen Umgang mit unterschiedlichen Perspektiven und Lebenssituationen in der Organisation. Es umfasst die Prüfung von Zugangsbarrieren und Benachteiligungen. Menschen auf Gruppenmerkmale oder vermutete Generationseigenschaften zu reduzieren, widerspricht diesem Ziel.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →E-Learning
E-Learning nutzt digitale Medien für Lernprozesse. Das kann von einem kurzen Lernmodul bis zu einem begleiteten Onlinekurs reichen. Die technische Bereitstellung von Inhalten allein gewährleistet weder Verständnis noch sichere Anwendung.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Einarbeitungsplan
Ein Einarbeitungsplan ordnet konkrete Aufgaben, Lernschritte, Ansprechpersonen und Rückmeldetermine für den Einstieg. Er beschreibt, wie eine Person die Tätigkeit sicher und zunehmend selbstständig ausführen kann. Ein Kalender voller Termine ist noch kein fachlicher Lernplan.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU)
Die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ermöglicht in erfassten Fällen den digitalen Abruf bestimmter AU-Daten durch Arbeitgeber bei der Krankenkasse. Sie ersetzt nicht jede Mitteilungs- und Nachweispflicht und gilt nicht ausnahmslos für alle Beschäftigten und Behandlungen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Elektronische Signatur
Elektronische Signaturen können unterschiedliche technische und rechtliche Qualität haben. Eine eingescannte Unterschrift ist nicht automatisch eine qualifizierte elektronische Signatur. Ob eine digitale Unterzeichnung ausreicht, hängt von der konkreten Formvorschrift ab.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Elterngeld
Elterngeld ist eine staatliche Leistung für berechtigte Eltern und von der arbeitsrechtlichen Elternzeit zu unterscheiden. Anspruch und Höhe hängen unter anderem von Einkommen, Betreuung, Erwerbstätigkeit und der gewählten Leistungsvariante ab. Eine Arbeitgeberzusage ersetzt keine Entscheidung der zuständigen Elterngeldstelle.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Elternzeit
Elternzeit ermöglicht berechtigten Arbeitnehmern eine gesetzlich geregelte Auszeit oder reduzierte Beschäftigung zur Betreuung und Erziehung eines Kindes. Sie ist von Elterngeld zu unterscheiden. Anspruch, Anmeldung, Form, Fristen und Teilzeitmöglichkeiten richten sich nach dem BEEG und gegebenenfalls Übergangsregeln.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Employee Engagement
Employee Engagement beschreibt im HR-Kontext die aktive Verbundenheit mit Aufgaben und Organisation. Der Begriff wird unterschiedlich operationalisiert. Ein Befragungswert ist deshalb nur mit der verwendeten Definition und den konkreten Fragen sinnvoll interpretierbar.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Employee Experience
Employee Experience beschreibt die Erfahrungen, die Beschäftigte entlang ihrer Zusammenarbeit mit einem Unternehmen machen. Dazu zählen alltägliche Prozesse ebenso wie Einstieg, Entwicklung und Austritt. Der Begriff ist ein Blickwinkel auf die Organisation, kein einzelnes Softwareprodukt.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Employee Lifecycle
Der Employee Lifecycle beschreibt das Beschäftigungsverhältnis als zusammenhängenden Verlauf: von erster Aufmerksamkeit und Bewerbung über Einstieg, Zusammenarbeit und Entwicklung bis zum Austritt. Das Modell hilft, Übergänge zu erkennen, ist aber kein gesetzlich festgelegter Ablauf.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Employee Self Service
Employee Self Service ermöglicht Beschäftigten, bestimmte Personalangelegenheiten selbst digital einzusehen oder anzustoßen. Dazu können Stammdatenänderungen, Anträge oder Dokumentabrufe gehören. Selbstbedienung darf nicht bedeuten, dass notwendige Unterstützung entfällt.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Employer Branding
Employer Branding bezeichnet die bewusste Entwicklung und Vermittlung der Arbeitgeberidentität. Es verbindet das tatsächliche Arbeitsumfeld mit dem Bild, das Bewerber und Beschäftigte vom Unternehmen haben. Eine Werbekampagne kann unglaubwürdige Arbeitsbedingungen nicht dauerhaft ausgleichen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Employer Value Proposition
Die Employer Value Proposition, kurz EVP, beschreibt das begründete Angebot eines Arbeitgebers an seine Beschäftigten und Bewerber. Sie erklärt, welche Arbeitsbedingungen, Entwicklungsmöglichkeiten und Besonderheiten tatsächlich geboten werden. Eine EVP ist kein rechtlich einheitlich definierter Vertragsbestandteil, kann aber Erwartungen prägen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →eNPS: Employee Net Promoter Score
Der eNPS verdichtet Antworten auf eine Weiterempfehlungsfrage zu einem Wert zwischen minus 100 und plus 100. Die übliche Einteilung zählt Bewertungen von 9 und 10 als Promotoren, 0 bis 6 als Detraktoren und 7 bis 8 als passive Antworten. Die Kennzahl ist kein vollständiger Zufriedenheitsindex.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Entgeltfortzahlung
Entgeltfortzahlung bezeichnet insbesondere die Weiterzahlung des Arbeitsentgelts bei unverschuldeter Arbeitsunfähigkeit nach den gesetzlichen Voraussetzungen. Im Regelfall besteht der Anspruch wegen derselben Krankheit für bis zu sechs Wochen. Wartezeit, Fortsetzungserkrankungen und andere Besonderheiten müssen geprüft werden.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Entgelttransparenz
Entgelttransparenz macht Vergütungsregeln und relevante Unterschiede nachvollziehbar. Sie ist von der öffentlichen Offenlegung aller Einzelgehälter zu unterscheiden. Für Deutschland sind das geltende Entgelttransparenzgesetz und der jeweilige nationale Umsetzungsstand europäischer Vorgaben auseinanderzuhalten.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Entsendung ins Ausland
Eine Entsendung ist ein zeitlich geplanter Arbeitseinsatz in einem anderen Staat im Rahmen einer bestehenden Zusammenarbeit. Arbeitsrecht, Sozialversicherung, Steuerrecht und Aufenthaltsrecht können gleichzeitig betroffen sein. Eine kurze Dienstreise ist nicht automatisch in jeder Hinsicht von Pflichten ausgenommen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Entwicklungsplan
Ein Entwicklungsplan verbindet ein konkretes Lernziel mit Maßnahmen, Unterstützung und einem Zeitpunkt zur Überprüfung. Er ist eine Arbeitsvereinbarung über Entwicklung, keine Garantie auf Beförderung. Erwartete Ergebnisse und mögliche Karrierefolgen müssen getrennt beschrieben werden.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Equal Pay
Equal Pay steht im allgemeinen Vergütungskontext für gleiches Entgelt ohne unzulässige geschlechtsbezogene Benachteiligung bei gleicher oder gleichwertiger Arbeit. In der Arbeitnehmerüberlassung bezeichnet der Begriff außerdem besondere Gleichstellungsregeln. Beide Anwendungsbereiche dürfen nicht vermischt werden.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Ergonomie
Ergonomie gestaltet Arbeit so, dass Aufgaben, Arbeitsmittel und Umgebung zu menschlichen Voraussetzungen passen. Sie umfasst mehr als die Einstellung eines Bürostuhls. Auch Bedienbarkeit, Bewegungsabläufe, Beleuchtung und Informationsgestaltung können relevant sein.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Exit Interview
Ein Exit Interview ist ein freiwillig und sachlich gestaltetes Gespräch über Erfahrungen vor einem Austritt. Es kann Hinweise auf verbesserbare Arbeitsbedingungen liefern. Das Gespräch ist nicht der geeignete Ort für Druck, eine Kündigung zurückzunehmen oder auf Ansprüche zu verzichten.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Feedback
Feedback ist eine Rückmeldung dazu, wie ein beobachtbares Verhalten oder Ergebnis auf andere wirkt. Es kann Lernen und Abstimmung unterstützen, ist aber keine objektive Gesamtnote über eine Person. Aussagekräftige Rückmeldungen benennen Situation, Beobachtung und Wirkung.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Fehlzeitenmanagement
Fehlzeitenmanagement organisiert den Umgang mit Abwesenheiten und untersucht mögliche betriebliche Ursachen. Es umfasst Planung, Kommunikation und geeignete Unterstützung. Eine reine Kontrolle einzelner Personen oder ein pauschaler Druck zur Anwesenheit ist kein verantwortungsvolles Fehlzeitenmanagement.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Fehlzeitenquote
Eine Fehlzeitenquote setzt definierte Abwesenheitszeiten zu einer passenden Sollzeit in Beziehung. Der Begriff muss erklären, welche Abwesenheiten gemeint sind. Urlaub, Krankheit und andere Ausfälle sollten nicht ungekennzeichnet zusammengeworfen werden.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Fluktuationsrate
Die Fluktuationsrate setzt definierte Austritte in Beziehung zu einem Personalbestand. Es gibt unterschiedliche Berechnungsvarianten. Im CALUMA-Werkzeug werden die ausgewählten Austritte durch den angegebenen durchschnittlichen Bestand geteilt und mit 100 multipliziert.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →FTE: Vollzeitäquivalent
FTE steht für Full-Time Equivalent, auf Deutsch Vollzeitäquivalent. Die Kennzahl drückt einen Arbeitszeitumfang im Verhältnis zu einer festgelegten Vollzeitreferenz aus. Sie zählt nicht automatisch Personen und beschreibt noch nicht die tatsächlich verfügbare produktive Kapazität.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Führen auf Distanz
Führen auf Distanz organisiert Zusammenarbeit, wenn Teammitglieder nicht regelmäßig am gleichen Ort arbeiten. Sichtbare Onlinezeit ist dabei kein verlässlicher Ersatz für Zielklarheit oder Qualität. Das Arbeitsmodell benötigt gemeinsame Absprachen zu Erreichbarkeit, Information und Unterstützung.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Führungsstile
Führungsstile beschreiben wiederkehrende Muster, wie Verantwortung, Entscheidungen und Zusammenarbeit gestaltet werden. Sie sind Orientierungskategorien, keine Persönlichkeitstests. Ein kooperatives Vorgehen entbindet Führung ebenso wenig von Verantwortung wie eine klare Entscheidung vom respektvollen Umgang.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Gefährdungsbeurteilung
Die Gefährdungsbeurteilung ermittelt und bewertet Gefährdungen bei der Arbeit, um geeignete Schutzmaßnahmen festzulegen. Sie gehört zu den gesetzlichen Arbeitgeberpflichten. Psychische Belastungen sind ebenso zu berücksichtigen wie beispielsweise physische, technische oder organisatorische Gefährdungen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Gehaltsband
Ein Gehaltsband beschreibt eine definierte Vergütungsspanne für eine vergleichbare Rolle oder ein bestimmtes Anforderungsniveau. Es soll Entscheidungen strukturieren, ersetzt aber keine sachgerechte Stellenbewertung. Ein Band ohne klare Zuordnung kann bestehende Ungleichheiten lediglich besser darstellen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Gehaltsverhandlung
In einer Gehaltsverhandlung werden Vergütung und gegebenenfalls weitere Arbeitsbedingungen abgestimmt. Der sinnvolle Vergleich umfasst nicht nur eine Monatszahl, sondern auch Stundenumfang, variable Bestandteile, Zusatzleistungen und die tatsächlichen Aufgaben.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Gleitzeit
Gleitzeit erlaubt Beschäftigten innerhalb vereinbarter Grenzen, Beginn und Ende ihrer Arbeitszeit mitzugestalten. Sie kann mit Kernzeiten, Funktionszeiten oder Arbeitszeitkonten verbunden sein. Gleitzeit hebt weder den vereinbarten Stundenumfang noch gesetzliche Schutzgrenzen auf.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Headcount
Headcount bezeichnet die Zahl der nach einer festgelegten Definition gezählten Personen. In der Personalplanung muss klar sein, wer eingeschlossen ist und auf welchen Zeitpunkt sich die Zahl bezieht. Headcount ist nicht mit Stellen, Verträgen oder Vollzeitäquivalenten identisch.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Hinweisgeberschutz
Hinweisgeberschutz regelt unter bestimmten Voraussetzungen den geschützten Umgang mit Meldungen über Rechtsverstöße. Das Hinweisgeberschutzgesetz bestimmt Anwendungsbereich, Meldestellen und Schutzmechanismen. Nicht jede allgemeine Personalbeschwerde fällt automatisch unter dasselbe Verfahren.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Homeoffice
Homeoffice bezeichnet umgangssprachlich Arbeit von zu Hause. Rechtlich ist zwischen unterschiedlichen Gestaltungen zu unterscheiden, etwa einem eingerichteten Telearbeitsplatz und mobilem Arbeiten. Aus dem Begriff allein folgen weder ein allgemeiner Anspruch noch sämtliche Ausstattungspflichten.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →HR Business Partner
Ein HR Business Partner begleitet einen Unternehmensbereich bei personalbezogenen Entscheidungen und verbindet dessen fachliche Anforderungen mit der Personalarbeit. Die Rolle ist weder bloße Auftragsannahme noch Ersatz für die Führungsverantwortung des Bereichs.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →HR-Audit
Ein HR-Audit ist eine strukturierte Bestandsaufnahme ausgewählter Personalprozesse, Dokumente und Kontrollen. Es prüft eine zuvor festgelegte Fragestellung. Ein internes Audit ist weder automatisch eine Zertifizierung noch ein Beweis vollständiger rechtlicher Compliance.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →HR-Automatisierung
HR-Automatisierung führt klar definierte Prozessschritte ohne jedes Mal erforderlichen manuellen Eingriff aus. Beispiele sind Erinnerungen, Datenübertragungen oder vorbereitende Dokumenterstellung. Die Verantwortung für richtige und zulässige Ergebnisse bleibt bei der Organisation.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →HR-Chatbot
Ein HR-Chatbot beantwortet oder strukturiert Anfragen über eine dialogorientierte Oberfläche. Er kann auf festgelegten Regeln oder KI beruhen. Seine Antwort darf nicht mit einer verbindlichen individuellen Rechts- oder Personalentscheidung verwechselt werden.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →HR-Compliance
HR-Compliance organisiert die Einhaltung relevanter rechtlicher und interner Anforderungen in der Personalarbeit. Sie umfasst Zuständigkeiten, Kontrollen und den Umgang mit Abweichungen. Eine Sammlung unterschriebener Richtlinien beweist noch keine wirksame Umsetzung.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →HR-Digitalisierung
HR-Digitalisierung gestaltet Personalprozesse mit digitalen Arbeitsmitteln und Datenflüssen. Sie ist nicht gleichbedeutend mit dem Kauf einer Software. Ein unklarer Prozess wird durch seine digitale Abbildung nicht automatisch richtig oder effizient.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →HR-Prozesse
HR-Prozesse sind wiederkehrende Abläufe mit einem Auslöser, erforderlichen Informationen, Bearbeitungsschritten und einem definierten Ergebnis. Beispiele sind Einstellung, Vertragsänderung oder Austritt. Ein Prozess ist erst nutzbar, wenn Zuständigkeiten und Ausnahmen mitgedacht sind.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →HR-Software auswählen
Die Auswahl von HR-Software vergleicht Lösungen anhand eigener Prozesse, Schutzanforderungen und Betriebskosten. Eine lange Funktionsliste oder eine überzeugende Demo reicht nicht. Entscheidend ist, ob die Lösung in der tatsächlichen Organisation zuverlässig eingesetzt werden kann.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →HR-Strategie
Eine HR-Strategie übersetzt die Unternehmensausrichtung in längerfristige Entscheidungen zu Menschen, Kompetenzen und Arbeitsorganisation. Sie beschreibt nicht nur Projekte, sondern Prioritäten: Was soll intern aufgebaut, neu gewonnen, anders organisiert oder bewusst nicht weiterverfolgt werden?
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →HRIS: Human Resource Information System
Ein HRIS ist ein Informationssystem zur Verwaltung und Verarbeitung personalbezogener Daten und Prozesse. Funktionsumfang und Begriffsnutzung unterscheiden sich zwischen Anbietern. Der Name allein sagt nichts darüber aus, ob Recruiting, Entgeltabrechnung oder Zeiterfassung tatsächlich enthalten sind.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Human Resources (HR)
Human Resources bezeichnet den Aufgabenbereich, der die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Beschäftigten gestaltet. Dazu gehören Personalgewinnung, Betreuung, Entwicklung und die Organisation rechtlicher Pflichten. Menschen sind dabei keine beliebig austauschbaren Produktionsmittel: Ihre Rechte, Fähigkeiten und Perspektiven müssen in Entscheidungen einbezogen werden.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Inklusion im Unternehmen
Inklusion zielt auf tatsächliche Teilhabe am Arbeitsleben und den Abbau vermeidbarer Barrieren. Sie ist mehr als die Einstellung einzelner Personen. Aufgaben, Kommunikation, Arbeitsmittel und Beteiligung müssen im Alltag zugänglich sein.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Internationale Fachkräfte einstellen
Die Einstellung internationaler Fachkräfte verbindet Personalgewinnung mit Fragen zu Arbeitsberechtigung, Qualifikationsanerkennung und Integration. Staatsangehörigkeit, Aufenthaltsstatus und Beruf beeinflussen den Prozess. Ein pauschales Verfahren für alle Personen aus dem Ausland gibt es nicht.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Interne Bewerbung
Eine interne Bewerbung richtet sich auf eine andere Rolle im bestehenden Unternehmen. Sie kann Entwicklung und Wissenserhalt ermöglichen, benötigt aber ebenso klare Kriterien wie eine externe Auswahl. Bekanntheit im Unternehmen ist kein Ersatz für die Eignung zur neuen Aufgabe.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Interne Kommunikation
Interne Kommunikation organisiert den Austausch von Informationen und Entscheidungen innerhalb eines Unternehmens. Gute Kommunikation bedeutet nicht möglichst viele Nachrichten. Relevant sind Zielgruppe, Verständlichkeit, Zeitpunkt und ein geeigneter Rückkanal.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Job Enrichment
Job Enrichment erweitert eine Tätigkeit um anspruchsvollere Entscheidungs- oder Verantwortungsanteile. Es unterscheidet sich von Job Enlargement, bei dem vor allem zusätzliche Aufgaben ähnlichen Niveaus hinzukommen. Mehr Verantwortung muss mit Befugnissen und Unterstützung zusammenpassen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Job Rotation
Job Rotation bezeichnet einen geplanten Wechsel zwischen Aufgaben oder Arbeitsbereichen. Ziele können Lernen, Vertretungsfähigkeit oder ein besseres Verständnis von Schnittstellen sein. Ein Wechsel ist nicht automatisch zulässig, nur weil er als Entwicklungsmaßnahme bezeichnet wird.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Jobangebot vergleichen
Ein Jobangebot sollte anhand von Aufgabe, Arbeitsbedingungen, Vergütung und persönlichen Prioritäten beurteilt werden. Eine hohe Zahl oder ein attraktiver Titel allein zeigt nicht, ob die Stelle passt. Der Vergleich sollte belegte Angaben von noch offenen Versprechen trennen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Kapazitätsplanung
Kapazitätsplanung vergleicht die für Aufgaben benötigte Zeit mit der im betrachteten Zeitraum verfügbaren Arbeitszeit. Sie berücksichtigt, dass vertragliche Stunden nicht vollständig für eine einzelne Aufgabe nutzbar sind. Qualifikation und zeitliche Lage bleiben zusätzliche Bedingungen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Karrierepfade
Ein Karrierepfad beschreibt mögliche Entwicklungsschritte innerhalb einer Organisation oder eines Berufsfelds. Fach-, Projekt- und Führungslaufbahnen können unterschiedliche Perspektiven bieten. Ein veröffentlichter Pfad ist keine automatische Zusage einer bestimmten Stelle.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →KI im Recruiting
KI im Recruiting unterstützt oder automatisiert Schritte der Personalgewinnung. Das Spektrum reicht von Formulierungshilfen bis zu Auswahl- und Bewertungssystemen. Je stärker ein System die Chancen einzelner Menschen beeinflusst, desto wichtiger sind nachvollziehbare Grenzen und Kontrollen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Kompetenzmanagement
Kompetenzmanagement beschreibt, welche Fähigkeiten für Aufgaben benötigt werden, wie sie nachvollziehbar erfasst und wie Lücken bearbeitet werden. Es ist von der Bewertung des persönlichen Werts eines Menschen zu unterscheiden. Eine Kompetenzmatrix sollte beobachtbare Handlungssicherheit abbilden, keine Etiketten sammeln.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Konfliktmanagement
Konfliktmanagement bezeichnet den strukturierten Umgang mit unvereinbar erscheinenden Interessen, Erwartungen oder Verhaltensweisen. Ziel ist nicht, jede Meinungsverschiedenheit zu vermeiden. Entscheidend ist, ob Konflikte ohne Benachteiligung und mit einem angemessenen Verfahren bearbeitet werden.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Krankmeldung
Eine Krankmeldung informiert den Arbeitgeber über Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer. Sie ist von der ärztlichen Feststellung und dem Nachweis zu unterscheiden. Beschäftigte müssen die Arbeitsunfähigkeit grundsätzlich unverzüglich mitteilen; eine elektronische Bescheinigung ersetzt diese Mitteilung nicht.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Kritikgespräch
Ein Kritikgespräch behandelt ein konkretes Problem bei Verhalten oder Arbeitsergebnis. Es soll Erwartungen klären und eine sachliche Bearbeitung ermöglichen. Es ist von einer Abmahnung, einer Leistungsbeurteilung und einem vertraulichen Unterstützungsgespräch zu unterscheiden.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Kurzfristige Beschäftigung
Kurzfristige Beschäftigung ist eine Form geringfügiger Beschäftigung, bei der insbesondere die zeitliche Begrenzung entscheidend ist. Grundsätzlich gelten drei Monate oder 70 Arbeitstage im Kalenderjahr. Für bestimmte landwirtschaftliche Beschäftigungen bestehen abweichende gesetzliche Grenzen; die konkrete Einordnung verlangt weitere Voraussetzungen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Kündigung des Arbeitsverhältnisses
Eine Kündigung ist eine einseitige Erklärung zur Beendigung eines Arbeitsverhältnisses. Ordentliche und außerordentliche Kündigung haben unterschiedliche Voraussetzungen. Für Deutschland verlangt § 623 BGB Schriftform und schließt die elektronische Form aus.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Kündigungsfrist
Die Kündigungsfrist bestimmt den Zeitraum zwischen Zugang einer ordentlichen Kündigung und dem zulässigen Beendigungstermin. Sie ergibt sich aus den anwendbaren gesetzlichen, tariflichen und vertraglichen Regeln. Ein Kalendertage-Rechner kann diese Prüfung nicht vollständig ersetzen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Künstliche Intelligenz in HR
KI in HR bezeichnet den Einsatz entsprechender Systeme für Aufgaben wie Textentwürfe, Informationssuche oder personalbezogene Analysen. Nutzen und Risiken hängen vom konkreten Einsatz ab. Eine hilfreiche Textassistenz ist nicht mit einer automatisierten Personalentscheidung gleichzusetzen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Lebenslauf
Ein Lebenslauf stellt berufliche Stationen, Ausbildung und relevante Fähigkeiten übersichtlich dar. Er soll Lesenden ermöglichen, die Eignung für eine konkrete Aufgabe einzuordnen. Vollständigkeit bedeutet nicht, jede private Information oder jede frühere Nebentätigkeit ausführlich aufzunehmen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Lerntransfer
Lerntransfer bezeichnet die Übertragung neuer Kenntnisse und Fähigkeiten in tatsächliche Arbeitssituationen. Er ist nicht mit Kurszufriedenheit oder Teilnahme identisch. Ob Transfer gelingt, hängt auch von Aufgaben, Zeit, Führung und verfügbaren Hilfsmitteln ab.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Lohn- und Gehaltsabrechnung
Die Entgeltabrechnung erläutert, wie sich Arbeitsentgelt und berücksichtigte Abzüge für einen Abrechnungszeitraum zusammensetzen. Sie ist von der bloßen Banküberweisung zu unterscheiden. § 108 GewO regelt die Abrechnung in Textform und ihre wesentlichen Angaben.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Lohnnebenkosten
Lohnnebenkosten sind zusätzliche arbeitgeberseitige Kosten im Zusammenhang mit Beschäftigung. Der Begriff wird uneinheitlich verwendet: Manche Kalkulationen meinen nur gesetzliche Beiträge, andere auch Umlagen, Versicherungen oder freiwillige Leistungen. Ohne Definition sind Prozentvergleiche wenig aussagekräftig.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Löschkonzept für HR-Daten
Ein Löschkonzept legt fest, wann personenbezogene Daten nicht mehr benötigt werden, welche Aufbewahrungspflichten entgegenstehen und wie die Löschung umgesetzt wird. Es muss Datenarten und Zwecke unterscheiden. Ein einziger Zeitraum für die gesamte Personalakte ist meist nicht ausreichend.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Mentoring
Mentoring ist eine begleitende Entwicklungsbeziehung, in der eine erfahrene Person Orientierung und Reflexion ermöglicht. Es ist von fachlicher Weisung und einer formellen Leistungsbewertung zu unterscheiden. Rollen, Erwartungen und Vertraulichkeitsgrenzen müssen klar sein.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Midijob
Ein Midijob ist eine Beschäftigung im sozialversicherungsrechtlichen Übergangsbereich. Im Jahr 2026 liegt dieser grundsätzlich über 603 Euro bis 2.000 Euro regelmäßigen monatlichen Arbeitsentgelts. Der Status ist von der arbeitsvertraglichen Laufzeit und vom konkreten Stundenumfang zu unterscheiden.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Mindestlohn
Der gesetzliche Mindestlohn ist die grundsätzlich geltende Untergrenze des Arbeitsentgelts pro Zeitstunde für die vom Mindestlohngesetz erfassten Beschäftigten. Seit 1. Januar 2026 beträgt er 13,90 Euro brutto; ab 1. Januar 2027 sind 14,60 Euro vorgesehen. Höhere verbindliche Branchenentgelte bleiben gesondert zu prüfen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Minijob
Ein Minijob mit Verdienstgrenze ist eine geringfügig entlohnte Beschäftigung. Für 2026 beträgt die regelmäßige monatliche Verdienstgrenze 603 Euro. Minijob ist ein sozialversicherungsrechtlicher Status, kein Verzicht auf arbeitsrechtliche Ansprüche wie bezahlten Urlaub oder Entgeltfortzahlung.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Mitarbeiter-Benefits
Benefits sind zusätzliche Leistungen im Zusammenhang mit einer Beschäftigung, etwa Mobilitätsangebote, Weiterbildung oder Unterstützungsangebote. Ihr tatsächlicher Wert hängt von Nutzbarkeit, Bedingungen und persönlicher Situation ab. Eine attraktive Überschrift macht eine Leistung noch nicht steuerfrei oder dauerhaft garantiert.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Mitarbeiterbefragung
Eine Mitarbeiterbefragung sammelt strukturiert Rückmeldungen zu Arbeitsbedingungen oder Zusammenarbeit. Ihr Wert hängt von Fragequalität, Teilnahme, Datenschutz und anschließender Bearbeitung ab. Die Erhebung allein ist noch keine Verbesserungsmaßnahme.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Mitarbeiterbeteiligung: ESOP und VSOP
Mitarbeiterbeteiligung verknüpft Beschäftigung mit einer wirtschaftlichen Beteiligung am Unternehmen. Echte Anteile und virtuelle Zahlungsansprüche unterscheiden sich erheblich. Die Begriffe ESOP und VSOP werden im Markt unterschiedlich verwendet; maßgeblich sind die konkreten Vertragsrechte.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Mitarbeiterbindung
Mitarbeiterbindung umfasst Bedingungen, die eine fortgesetzte Zusammenarbeit attraktiv und tragfähig machen. Sie ist nicht mit dem Verhindern jedes Austritts gleichzusetzen. Gute Bindung respektiert die Entscheidungsfreiheit von Beschäftigten und berücksichtigt auch veränderte persönliche Ziele.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Mitarbeiterempfehlungen
Bei Mitarbeiterempfehlungen weisen Beschäftigte geeignete Personen aus ihrem beruflichen oder persönlichen Umfeld auf eine offene Stelle hin. Ein Empfehlungsprogramm kann diesen Weg strukturieren. Die Empfehlung ersetzt jedoch keine faire Prüfung anhand der Anforderungen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Mitarbeitergespräch
Ein Mitarbeitergespräch ist ein vorbereiteter Austausch über Aufgaben, Zusammenarbeit, Leistung und Entwicklung. Es sollte nicht erst stattfinden, wenn ein Konflikt eskaliert. Unterschiedliche Gesprächsziele brauchen erkennbar unterschiedliche Formate.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Mitarbeiterzufriedenheit
Mitarbeiterzufriedenheit beschreibt, wie Beschäftigte ihre Arbeitssituation bewerten. Sie kann sich auf Aufgaben, Führung, Vergütung oder Zusammenarbeit beziehen. Ein Gesamtdurchschnitt verdeckt häufig Unterschiede zwischen Bereichen und Beschäftigtengruppen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Mobiles und hybrides Arbeiten
Mobiles Arbeiten ermöglicht Tätigkeiten außerhalb eines festen betrieblichen Arbeitsplatzes. Hybrides Arbeiten verbindet häufig Präsenz und räumlich verteilte Arbeit. Beide Begriffe beschreiben Organisationsmodelle, keine pauschale Befreiung von Arbeitszeit-, Datenschutz- oder Auslandsregeln.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Multiposting
Multiposting bedeutet, eine Stellenanzeige über einen zentralen Ablauf auf mehreren Plattformen zu veröffentlichen. Es kann die Administration vereinfachen, ersetzt aber keine Auswahl geeigneter Kanäle und keine Prüfung der tatsächlich ausgespielten Anzeige.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Mutterschutz
Mutterschutz schützt die Gesundheit einer schwangeren oder stillenden Frau und ihres Kindes sowie die Fortsetzung der Beschäftigung unter geeigneten Bedingungen. Er umfasst mehr als die Zeit vor und nach der Geburt. Das Mutterschutzgesetz regelt Schutzfristen, Arbeitsbedingungen und besondere Rechte.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Nachfolgeplanung
Nachfolgeplanung bereitet vor, wie wichtige Aufgaben und Rollen bei einem Wechsel weitergeführt werden können. Sie umfasst Wissenstransfer, Entwicklung und mögliche Besetzung. Es geht nicht darum, Beschäftigte auf eine geheime Austauschliste zu setzen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit
Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit unterliegt besonderen Schutzregeln. Das Arbeitszeitgesetz enthält ein grundsätzliches Beschäftigungsverbot an Sonn- und Feiertagen mit gesetzlichen Ausnahmen. Nachtarbeit hat eigene Voraussetzungen und Ausgleichsregelungen. Zuschlag, Ersatzruhetag und Steuerbehandlung sind unterschiedliche Fragen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Nettogehalt
Das Nettogehalt ist das nach den berücksichtigten Abzügen verbleibende Arbeitsentgelt. Der tatsächliche Überweisungsbetrag kann zusätzlich durch Vorschüsse, Erstattungen oder andere Abrechnungsposten beeinflusst werden. Eine feste allgemeingültige Nettoquote gibt es nicht.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Offboarding
Offboarding organisiert den Austritt aus einer Organisation: Wissen, Aufgaben, Zugänge, Unterlagen und Kommunikation werden geordnet übergeben. Der Prozess beginnt nicht erst am letzten Arbeitstag. Er ist von der rechtlichen Wirksamkeit einer Kündigung oder Aufhebungsvereinbarung zu unterscheiden.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →OKR: Objectives and Key Results
OKR ist ein Arbeitsmodell zur Verbindung eines qualitativen Ziels mit wenigen überprüfbaren Ergebnissen. Es soll Prioritäten und Lernprozesse sichtbar machen. Das Modell ist weder ein allgemeingültiger Ersatz für Personalführung noch automatisch ein geeignetes Vergütungssystem.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Onboarding
Onboarding ist die geplante fachliche, organisatorische und soziale Integration neuer Beschäftigter. Es beginnt sinnvollerweise vor dem ersten Arbeitstag und begleitet den Einstieg in die tatsächliche Aufgabe. Eine Begrüßungsmappe oder ein einzelner Einführungstag ersetzt diesen Prozess nicht.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Outplacement
Outplacement unterstützt Beschäftigte bei der beruflichen Neuorientierung im Zusammenhang mit einer Trennung. Leistungen können Standortbestimmung, Bewerbungsarbeit und Vorbereitung von Gesprächen umfassen. Es ist keine Garantie auf eine neue Stelle und ersetzt keine faire rechtliche Beendigung.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Personalabteilung
Die Personalabteilung bündelt betriebliche Aufgaben rund um Beschäftigungsverhältnisse. Ihr Zuschnitt hängt von Größe, Organisation und Geschäftsmodell ab. Sie kann Recruiting, Personalbetreuung, Entwicklung und Schnittstellen zur Entgeltabrechnung übernehmen, ohne jede Fachentscheidung selbst zu treffen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Personalbedarfsplanung
Personalbedarfsplanung ermittelt, welche Arbeitskapazität und welche Fähigkeiten für eine erwartete Leistung benötigt werden. Sie unterscheidet den gesamten Bedarf vom noch zu deckenden zusätzlichen Bedarf. Eine Kopfzahl allein reicht nicht, weil Stunden, Qualifikationen und zeitliche Verfügbarkeit verschieden sein können.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Personalbestandsplanung
Personalbestandsplanung beschreibt, welche Beschäftigten und Kapazitäten heute vorhanden sind und wie sich dieser Bestand voraussichtlich verändert. Relevant sind nicht nur Ein- und Austritte, sondern auch Arbeitszeiten, Rollen, verfügbare Kompetenzen und sichere Vertretungen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Personaleinsatzplanung
Personaleinsatzplanung ordnet verfügbare Beschäftigte konkreten Aufgaben, Orten und Zeiten zu. Sie verbindet den Leistungsbedarf mit Qualifikationen, Arbeitszeitregeln und vereinbarten Verfügbarkeiten. Ein rechnerisch vollständig besetzter Plan kann dennoch ungeeignet sein, wenn erforderliche Kompetenzen fehlen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Personalentwicklung
Personalentwicklung organisiert den Aufbau und die Anwendung von Fähigkeiten, die Beschäftigte und Organisation für ihre Aufgaben benötigen. Sie umfasst fachliche, methodische und soziale Kompetenzen. Eine Liste besuchter Seminare ist noch kein Entwicklungsnachweis.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Personalkostenplanung
Personalkostenplanung schätzt die Kosten eines Personalbestands oder einer geplanten Besetzung über einen definierten Zeitraum. Neben dem Bruttoentgelt können Arbeitgeberbeiträge, Zusatzleistungen, Recruiting, Ausstattung und Weiterbildung relevant sein. Welche Kosten einbezogen werden, muss ausdrücklich festgelegt werden.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Personalmanagement
Personalmanagement umfasst die Planung und Gestaltung aller wesentlichen Personalaufgaben. Es verbindet Personalbedarf, Gewinnung, Einsatz, Entwicklung, Vergütung und Austritt. Entscheidend ist das Zusammenspiel: Eine schnelle Einstellung nützt wenig, wenn anschließend Arbeitsplatz, Führung und Einarbeitung fehlen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Personalvermittlung
Personalvermittlung bringt Unternehmen und geeignete Kandidaten zusammen, damit diese ein Beschäftigungsverhältnis miteinander begründen können. Sie ist von Arbeitnehmerüberlassung zu unterscheiden. Bei einer Vermittlung wird der Vermittler nicht allein durch die Suche zum Arbeitgeber der vermittelten Person.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Pflegezeit und Familienpflegezeit
Pflegezeit und Familienpflegezeit ermöglichen unter gesetzlichen Voraussetzungen eine Freistellung oder Verringerung der Arbeitszeit zur Pflege naher Angehöriger. Daneben gibt es die kurzzeitige Arbeitsverhinderung in einer akut auftretenden Pflegesituation. Diese Instrumente haben unterschiedliche Voraussetzungen und dürfen nicht gleichgesetzt werden.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Praktikum
Ein Praktikum dient dem Erwerb praktischer Kenntnisse und Erfahrungen. Für die rechtliche Einordnung sind Inhalt, Zweck und tatsächliche Durchführung maßgeblich. Pflichtpraktika und freiwillige Praktika können unterschiedlichen Regeln unterliegen; die Bezeichnung allein entscheidet nicht über Vergütung oder Status.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Präsentismus
Präsentismus bezeichnet das Arbeiten trotz gesundheitlicher Beeinträchtigung, wenn dadurch eine angemessene Erholung oder sichere Arbeit gefährdet sein kann. Der Begriff darf nicht als Diagnose aus Anwesenheitsdaten verwendet werden. Ursachen können persönliche Entscheidungen ebenso wie betriebliche Erwartungen sein.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Preboarding
Preboarding bezeichnet die Vorbereitung zwischen Vertragszusage beziehungsweise Vertragsschluss und Arbeitsbeginn. Es soll praktische Unsicherheiten verringern und den Einstieg organisieren. Es darf nicht stillschweigend zu unbezahlter verpflichtender Arbeitsleistung vor dem vereinbarten Beginn werden.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Probezeit
Probezeit ist ein vereinbarter Zeitraum, in dem die Zusammenarbeit erprobt werden soll. Sie ist nicht identisch mit der Wartezeit des allgemeinen Kündigungsschutzes. Eine Probezeit entsteht im normalen Arbeitsverhältnis nicht allein dadurch, dass jemand neu beginnt.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Probezeitgespräch
Ein Probezeitgespräch bespricht Aufgabenverständnis, Zusammenarbeit und Entwicklung während des Einstiegs. Es sollte konkrete Rückmeldungen und nächste Schritte ermöglichen. Das Gespräch selbst verlängert keine Kündigungsfrist und ersetzt keine rechtliche Entscheidung über das Arbeitsverhältnis.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Psychische Belastung bei der Arbeit
Psychische Belastung bezeichnet hier Einflüsse aus der Arbeit, die auf Erleben und Verhalten wirken. Der Begriff ist nicht automatisch negativ und keine Diagnose. Für den Arbeitsschutz ist zu prüfen, ob die Arbeitsgestaltung Gefährdungen entstehen lässt.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Psychologische Sicherheit
Psychologische Sicherheit bezeichnet hier ein Arbeitsklima, in dem Fragen, Fehlerhinweise und abweichende Einschätzungen ohne unangemessene persönliche Abwertung angesprochen werden können. Sie bedeutet weder Konfliktfreiheit noch den Verzicht auf verbindliche Anforderungen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Qualifikationsmatrix
Eine Qualifikationsmatrix stellt erforderliche Fähigkeiten oder Berechtigungen den vorhandenen Nachweisen im Team gegenüber. Sie zeigt mögliche Lücken und Vertretungsrisiken. Sie ist keine vollständige Bewertung einer Person und sollte nicht als pauschale Rangliste verwendet werden.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Quereinstieg
Ein Quereinstieg ist der Wechsel in ein Berufsfeld, für das die bisherige Ausbildung oder Tätigkeit nicht den typischen direkten Weg bildet. Übertragbare Fähigkeiten können den Einstieg erleichtern. Für reglementierte Berufe oder bestimmte Tätigkeiten bleiben vorgeschriebene Qualifikationen erforderlich.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Reboarding
Reboarding unterstützt die Rückkehr nach längerer Abwesenheit oder den erneuten Einstieg in ein verändertes Arbeitsumfeld. Es klärt Aufgaben, Informationen und Zusammenarbeit neu. Je nach Anlass müssen besondere Rechte und Verfahren zusätzlich berücksichtigt werden.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Recruiting
Recruiting umfasst die Gewinnung und Auswahl von Personen für eine konkrete berufliche Aufgabe. Der Prozess beginnt mit einem geklärten Bedarf und endet nicht erst beim Versand einer Zusage, sondern sollte in einen vorbereiteten Einstieg übergehen. Reichweite ist dabei ein Mittel, keine Garantie für eine passende Besetzung.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Recruiting Funnel
Ein Recruiting Funnel stellt Übergänge zwischen definierten Phasen des Bewerbungsprozesses dar. Er kann zeigen, an welchen Stellen Kandidaten ausscheiden oder sich zurückziehen. Die Darstellung erklärt jedoch nicht automatisch, warum ein Übergang niedrig ausfällt.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Recruiting-Kanäle
Recruiting-Kanäle sind Wege, über die ein Unternehmen potenzielle Bewerber erreicht. Dazu gehören Jobbörsen, die eigene Website, Empfehlungen, Direktansprache und externe Vermittlung. Ein Kanal ist nur im Verhältnis zu Zielgruppe, Rolle und Prozess sinnvoll bewertbar.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Remote Onboarding
Remote Onboarding organisiert den Einstieg, wenn neue Beschäftigte und betreuende Personen nicht regelmäßig am selben Ort arbeiten. Fachliche Einarbeitung, soziale Kontakte und technische Zugänge müssen dann bewusst gestaltet werden. Ein versendeter Laptop allein löst diese Aufgaben nicht.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Resturlaub
Resturlaub ist noch nicht genommener Urlaub aus einem bestehenden Anspruch. Ob er übertragen wird oder verfällt, hängt von gesetzlichen Voraussetzungen, vertraglichen Regeln und Umständen des Einzelfalls ab. Ein pauschaler Verfall zum Jahresende oder zum 31. März ist nicht immer zutreffend.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Retention Rate
Die Retention Rate beschreibt den Anteil einer festgelegten Ausgangsgruppe, der am Ende eines Zeitraums noch im Unternehmen ist. Sie betrachtet eine Kohorte und nicht einfach den Endbestand. Neu eingestellte Personen gehören nicht nachträglich in diese Ausgangsgruppe.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Rufbereitschaft
Rufbereitschaft bedeutet typischerweise, dass Beschäftigte außerhalb eines festgelegten Arbeitsortes erreichbar sein und bei Bedarf tätig werden sollen. Die arbeitszeitrechtliche Einordnung hängt wesentlich von den tatsächlichen Einschränkungen ab. Die Bezeichnung allein entscheidet nicht, ob der gesamte Zeitraum Arbeitszeit ist.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Ruhepausen
Ruhepausen unterbrechen die Arbeit zur Erholung. Nach § 4 ArbZG sind bei mehr als sechs bis zu neun Stunden Arbeitszeit grundsätzlich mindestens 30 Minuten und bei mehr als neun Stunden mindestens 45 Minuten Pause erforderlich. Die Arbeit darf grundsätzlich nicht länger als sechs Stunden ohne Ruhepause fortgesetzt werden.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Ruhezeit
Ruhezeit ist die grundsätzlich ununterbrochene Erholungszeit zwischen dem Ende einer täglichen Arbeitszeit und dem nächsten Arbeitsbeginn. § 5 ArbZG sieht im Regelfall mindestens elf Stunden vor. Gesetzliche und tariflich zulässige Ausnahmen sind gesondert zu prüfen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Sachbezüge und geldwerte Vorteile
Ein Sachbezug ist eine nicht ausschließlich als Geld ausgezahlte Leistung, die steuer- oder beitragsrechtlich relevant sein kann. Dazu können Waren, Gutscheine, private Nutzungsmöglichkeiten oder andere Vorteile gehören. Entscheidend sind die konkrete Ausgestaltung und die jeweils geltenden gesetzlichen Voraussetzungen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Scheinselbstständigkeit
Scheinselbstständigkeit beschreibt eine Konstellation, in der eine als selbstständig bezeichnete Tätigkeit tatsächlich als abhängige Beschäftigung einzuordnen ist. Entscheidend ist die Gesamtbetrachtung, insbesondere Weisungsgebundenheit und Eingliederung. Ein Gewerbeschein, eine Rechnung oder die Bezeichnung Freelancer entscheidet die Frage nicht allein.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Schichtarbeit
Schichtarbeit organisiert Arbeit in aufeinanderfolgenden oder wechselnden Zeitabschnitten mit unterschiedlichen Beschäftigtengruppen. Sie kann längere Betriebszeiten ermöglichen, stellt aber besondere Anforderungen an Planung, Übergabe und Gesundheitsschutz.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Schwerbehinderung im Arbeitsverhältnis
Eine anerkannte Schwerbehinderung kann besondere Rechte und Pflichten im Arbeitsverhältnis auslösen. Gleichgestellte Menschen können in bestimmten Bereichen einbezogen sein. Die konkrete Rechtsfolge hängt vom jeweiligen Tatbestand ab; nicht jede Regel gilt identisch für beide Gruppen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Situative Führung
Situative Führung bedeutet, Unterstützung und Entscheidungsspielraum an eine konkrete Aufgabe und den tatsächlichen Unterstützungsbedarf anzupassen. Die hier beschriebene Vorgehensweise ist ein praktisches Arbeitsmodell, keine Diagnose von Persönlichkeit oder Leistungsfähigkeit.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →SMART-Ziele
SMART ist eine Merkhilfe, um Ziele konkret, überprüfbar, angemessen und zeitlich eingegrenzt zu formulieren. Die Auflösung der einzelnen Buchstaben variiert zwischen Modellen. Im CALUMA-Arbeitsmodell stehen sie für spezifisch, messbar, abgestimmt, realistisch und terminiert.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Social Recruiting
Social Recruiting nutzt soziale Netzwerke für Arbeitgeberkommunikation, Stelleninformationen und berufliche Kontaktaufnahme. Es kann organische Inhalte, bezahlte Anzeigen oder Direktansprache umfassen. Ein sichtbarer Beitrag ist noch keine qualifizierte Bewerbung.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Sonderurlaub
Sonderurlaub ist ein Sammelbegriff für Freistellungen außerhalb des normalen Erholungsurlaubs. Ob sie bezahlt oder unbezahlt sind, hängt von Gesetz, Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung oder Arbeitsvertrag ab. Für Hochzeit, Umzug oder Todesfall gibt es keine pauschal einheitliche allgemeine Tagesliste für alle Beschäftigten.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Stay Interview
Ein Stay Interview ist ein Gespräch mit bestehenden Beschäftigten über Gründe für ihren Verbleib, Belastungen und mögliche Verbesserungen. Es unterscheidet sich vom Austrittsgespräch. Ziel ist frühes Verstehen, nicht die Ermittlung einer geheimen Kündigungswahrscheinlichkeit.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Stellenanzeige
Eine Stellenanzeige stellt eine offene Rolle, ihre Anforderungen und die wesentlichen Arbeitsbedingungen vor. Sie soll geeigneten Personen eine fundierte Entscheidung über eine Bewerbung ermöglichen. Eine verständliche Ausschreibung ist mehr als eine Liste gewünschter Eigenschaften.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Stellenplan
Ein Stellenplan zeigt genehmigte oder vorgesehene Positionen mit ihrer organisatorischen Zuordnung und Kapazität. Er ist nicht mit der Liste aktuell beschäftigter Personen identisch. Eine Stelle kann unbesetzt sein oder von mehreren Teilzeitkräften ausgefüllt werden.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Strategische Personalplanung
Strategische Personalplanung betrachtet Personalbedarf und Kompetenzen über einen längeren Zeithorizont unter unsicheren Bedingungen. Sie arbeitet mit Szenarien und Handlungsoptionen, statt jede zukünftige Stelle auf den Monat genau vorherzusagen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Strukturiertes Interview
Ein strukturiertes Interview ist ein Auswahlgespräch mit vorab festgelegten aufgabenbezogenen Kernfragen und nachvollziehbaren Bewertungskriterien. Es soll Vergleichbarkeit schaffen, ohne jede Nachfrage zu verbieten. Die Struktur ist nur so gut wie die zugrunde liegenden Anforderungen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Stundenlohn
Der Stundenlohn bezeichnet die Vergütung je vergüteter Arbeitsstunde. Bei einem Monatsgehalt lässt sich ein durchschnittlicher rechnerischer Stundenwert ermitteln. Dieser Vergleichswert ist nicht automatisch die arbeitsvertraglich vereinbarte Berechnung für einzelne Monate oder Überstunden.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Talentpool
Ein Talentpool ist eine strukturierte Sammlung von Kontakten, die für spätere berufliche Möglichkeiten in Betracht kommen. Er ist kein unbegrenzt nutzbares Archiv aller Bewerbungen. Zweck, Rechtsgrundlage, Information, Aktualisierung und Löschung müssen festgelegt sein.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Teilzeit
Teilzeit liegt vor, wenn die regelmäßige Wochenarbeitszeit kürzer ist als die eines vergleichbaren Vollzeitbeschäftigten. Sie ist keine bestimmte einheitliche Stundenzahl. Teilzeit kann mit unbefristeter oder befristeter Beschäftigung und unterschiedlichen Arbeitszeitverteilungen kombiniert werden.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Time to Fill
Time to Fill beschreibt die Dauer bis zur Besetzung einer Stelle nach einer festgelegten Definition. Häufig beginnt die Messung mit der Freigabe oder Veröffentlichung des Personalbedarfs. Der Endpunkt kann Angebotsannahme oder Arbeitsbeginn sein; diese Varianten müssen auseinandergehalten werden.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Time to Hire
Time to Hire misst eine definierte Dauer innerhalb der Kandidatengewinnung, häufig vom Eintritt einer Person in den Prozess bis zur Annahme eines Angebots. Andere Start- und Endpunkte sind möglich. Deshalb muss die verwendete Definition beim Wert stehen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Unbefristeter Arbeitsvertrag
Ein unbefristeter Arbeitsvertrag enthält grundsätzlich kein im Voraus festgelegtes Ende durch Zeitablauf. Das Arbeitsverhältnis kann dennoch durch wirksame Kündigung, Aufhebungsvertrag oder andere rechtlich relevante Ereignisse enden. Unbefristet bedeutet daher nicht unkündbar.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Unternehmenskultur
Unternehmenskultur zeigt sich in wiederkehrenden Erwartungen und tatsächlichen Verhaltensweisen einer Organisation. Dazu gehört, wie Entscheidungen fallen, Fehler behandelt und Konflikte bearbeitet werden. Ein Leitbild beschreibt einen Anspruch, nicht automatisch den gelebten Alltag.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Unterweisung
Unterweisung vermittelt Beschäftigten die für ihre Tätigkeit erforderlichen Informationen zu Sicherheit und Gesundheitsschutz. Sie muss sich auf die tatsächliche Arbeit und Gefährdung beziehen. Eine allgemeine Präsentation ohne Aufgabenbezug oder Verständnissicherung genügt nicht automatisch.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Urlaub berechnen
Eine einfache Urlaubsberechnung überträgt einen vereinbarten Urlaubswochenumfang auf die regelmäßigen Arbeitstage. Sie darf nicht mit einer vollständigen Anspruchsprüfung verwechselt werden. Eintritt, Austritt, wechselnde Arbeitstage und besondere Abwesenheiten können zusätzliche Regeln erfordern.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Urlaubsanspruch
Der gesetzliche Mindesturlaub dient der Erholung. Nach dem Bundesurlaubsgesetz beträgt er grundsätzlich 24 Werktage bei einer Sechstagewoche, entsprechend 20 Arbeitstage bei einer Fünftagewoche. Vertrag, Tarifvertrag oder besondere Gesetze können einen höheren Anspruch vorsehen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Urlaubsantrag
Ein Urlaubsantrag teilt den gewünschten Erholungszeitraum mit und ermöglicht die betriebliche Abstimmung. Ein eingereichter Antrag ist nicht automatisch genehmigt. Die Entscheidung muss die gesetzlichen Vorgaben und die konkrete betriebliche Situation berücksichtigen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Überstunden
Überstunden sind Arbeitsstunden über den vertraglich vereinbarten Umfang hinaus. Der Begriff Mehrarbeit wird je nach Zusammenhang anders verwendet. Ob zusätzliche Arbeit verlangt werden darf und wie sie auszugleichen ist, hängt von Vereinbarung, anwendbaren Regeln und tatsächlichen Umständen ab.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Vertrauensarbeitszeit
Vertrauensarbeitszeit beschreibt ein Modell mit größerer Eigenverantwortung bei der Zeiteinteilung und einer stärkeren Orientierung an vereinbarten Aufgaben. Der Begriff bedeutet nicht, dass Arbeitszeitgrenzen oder Erfassungspflichten entfallen. Vertrauen und Dokumentation schließen sich nicht aus.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Vorstellungsgespräch
Das Vorstellungsgespräch dient der beiderseitigen Klärung von Aufgabe, Eignung und Bedingungen. Arbeitgeber prüfen relevante Anforderungen, Bewerber beurteilen die Rolle und das Arbeitsumfeld. Ein gutes Gespräch lässt Raum für konkrete Beispiele und offene Fragen.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Weiterbildung und Fortbildung
Weiterbildung ist ein Oberbegriff für Lernen nach einer ersten Bildungsphase. Fortbildung wird häufig für berufsbezogene Vertiefung oder Erweiterung verwendet und hat in bestimmten Rechtsbereichen eine besondere Bedeutung. Für die Praxis sind Lernziel, Anerkennung und vertragliche Bedingungen entscheidend.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Werkstudent
Werkstudent bezeichnet im Alltag eine studienbegleitende Beschäftigung und sozialversicherungsrechtlich eine besondere Beurteilung unter bestimmten Voraussetzungen. Der Begriff ist keine eigene allgemeine Arbeitsvertragsart. Ein Studierendenstatus allein führt nicht automatisch zum Werkstudentenprivileg.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Wertschätzung im Arbeitsalltag
Wertschätzung zeigt sich in respektvollem Umgang und in der Anerkennung konkreter Beiträge. Sie ist nicht auf Lob oder Geschenke beschränkt. Faire Entscheidungen, verlässliche Zusagen und das ernsthafte Bearbeiten von Anliegen sind ebenfalls Ausdruck davon.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Wissenstransfer
Wissenstransfer macht für die Arbeit benötigtes Wissen für andere Personen nutzbar. Er umfasst Dokumentation, Erklärung und praktische Anwendung. Eine Sammlung von Dateien ist noch kein erfolgreicher Transfer, wenn niemand die Inhalte findet oder damit arbeiten kann.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Zielvereinbarung
Eine Zielvereinbarung hält fest, welche Ergebnisse innerhalb eines Zeitraums angestrebt werden und wie deren Erreichung beurteilt wird. Sie kann Entwicklungs- oder Steuerungszwecken dienen. Sobald Vergütung daran anknüpft, ist zusätzlich eine sorgfältige arbeitsrechtliche Gestaltung erforderlich.
Erklärung, Beispiel und Quellen öffnen →Kein passender Begriff gefunden.