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Arbeitsvertrag mit Probezeit

Eine Probezeit ist eine vereinbarte Anfangsphase eines Arbeitsverhältnisses. Sie ist von einem befristeten Probearbeitsvertrag und von unverbindlichem Kennenlernen zu unterscheiden. Im häufigen Fall wird ein unbefristeter Arbeitsvertrag geschlossen, der nach der Probezeit ohne neuen Vertrag weiterläuft.

ArbeitsverträgeWord + PDFDeutschland · Stand 09/2026
Verstehen, bevor Sie unterschreiben

Was ist wichtig?

Die folgenden Punkte ordnen das Thema ein. Die tatsächliche Durchführung und die konkrete Vertragsfassung sind entscheidend; ein Dateiname oder eine Überschrift ersetzt diese Prüfung nicht.

01

Probezeit und Kündigungsfrist

Während einer vereinbarten Probezeit von längstens sechs Monaten sieht § 622 Abs. 3 BGB grundsätzlich eine Kündigungsfrist von zwei Wochen vor. Tarifliche Sonderregeln können eine Rolle spielen. Die Probezeit muss vereinbart sein; sie entsteht nicht allein durch einen internen Einarbeitungsplan.

02

Wartezeit beim Kündigungsschutz

Die Wartezeit des allgemeinen Kündigungsschutzes ist ein eigener rechtlicher Begriff. Eine dreimonatige Probezeit verkürzt sie nicht automatisch. Umgekehrt bedeutet eine Anfangsphase ohne allgemeinen Kündigungsschutz nicht, dass sämtliche Schutzgesetze oder Formanforderungen entfallen.

03

Befristung und Ausbildung

Bei befristeten Verträgen muss die Probezeit im Verhältnis zu Vertragsdauer und Tätigkeit stehen. Für eine Berufsausbildung gilt ein besonderer Rahmen von einem bis vier Monaten. Eine pauschale sechsmonatige Klausel passt deshalb nicht zu jeder Vertragsart.

Arbeitsvertrag mit Probezeit: Anfangsphase, Passende Dauer, Kein automatisches Ende
Drei zentrale Prüffelder: Anfangsphase · Passende Dauer · Kein automatisches Ende. Schematische Übersicht, keine rechtliche Entscheidung.
Form und Abschluss

Arbeitsvertrag und Nachweispflichten unterscheiden; bei Befristung rechtzeitige formwirksame Befristungsabrede.

Beispiel aus der Praxis

Fiktives Beispiel

So lässt sich die Frage einordnen.

Eine neue Kollegin erhält einen unbefristeten Vertrag mit drei Monaten Probezeit. Nach drei Monaten wird der Vertrag nicht neu abgeschlossen; die Beschäftigung läuft weiter. Ob der allgemeine Kündigungsschutz bereits greift, wird gesondert geprüft und nicht einfach mit dem Ende der dreimonatigen Probezeit gleichgesetzt.

Typischer Fehler – und worauf Sie achten sollten

Probezeit, Wartezeit und Befristung nicht verwechseln. Sonderkündigungsschutz und Schriftform können auch innerhalb einer Probezeit wichtig sein.

Abgrenzung zu verwandten Themen

Diese Themen hängen zusammen, erfüllen aber nicht automatisch denselben Zweck. Öffnen Sie die jeweilige Vertiefung, bevor Sie eine andere Vorlage übernehmen.

ThemaEinordnungArt des Downloads
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Ihre Vorbereitung

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Arbeitsvertrag mit Probezeit: Word und PDF

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Arbeitsvertrag mit Probezeit

Arbeitsvertragsmuster · Stand 14. September 2026

Redaktionelles Muster, nicht anwaltlich geprüft. Probezeit, Wartezeit und Befristung nicht verwechseln. Sonderkündigungsschutz und Schriftform können auch innerhalb einer Probezeit wichtig sein. Alle Platzhalter und erforderlichen Anlagen müssen vor Verwendung vollständig bearbeitet werden.

1. Vertragsparteien

Arbeitgeber: [VOLLSTÄNDIGE FIRMA / NAME, ANSCHRIFT, VERTRETUNG]. Beschäftigte Person: [NAME, ANSCHRIFT]. Beide Parteien erhalten eine Ausfertigung der vollständig ausgefüllten Vereinbarung.

2. Beginn und Laufzeit

Das Arbeitsverhältnis beginnt am [BEGINN] auf unbestimmte Zeit.

3. Probezeit

Die ersten [ANGEMESSENE ANZAHL, HÖCHSTENS SECHS] Monate werden als Probezeit vereinbart. Während dieser wirksam vereinbarten Phase gilt grundsätzlich die gesetzliche Zweiwochenfrist, soweit keine wirksam vorrangige Regelung eingreift.

4. Weiterführung

Nach der Probezeit läuft das unbefristete Arbeitsverhältnis ohne erneuten Vertrag weiter. Für Kündigungen gelten anschließend die einschlägigen Fristen. Zwingender Sonderkündigungsschutz bleibt unberührt.

5. Tätigkeit und Arbeitsort

Konkret vereinbarte Tätigkeit und Aufgaben: [BESCHREIBUNG]. Arbeitsort beziehungsweise ausdrücklich vereinbarte Einsatzorte: [ANGABEN]. Diese Angaben sind mit den vorstehenden besonderen Regelungen widerspruchsfrei auszufüllen; sie erweitern den Einsatzrahmen nicht pauschal.

6. Arbeitszeit und Pausen

Regelmäßige Wochenarbeitszeit: [STUNDEN]. Verteilung auf Arbeitstage und Zeiten: [ANGABEN]. Vereinbarte Pausen, Ruhezeiten und gegebenenfalls Schichtsystem, Schichtrhythmus und Voraussetzungen für Schichtänderungen: [ANGABEN ODER KEIN SCHICHTSYSTEM]. Besondere Arbeitszeitregeln dieser Vorlage bleiben maßgeblich. Gesetzliche Grenzen, bei Minderjährigen insbesondere das JArbSchG, sind einzuhalten. Die tatsächlich geleistete Arbeitszeit wird nach dem vorgesehenen Verfahren erfasst.

7. Vergütung und Mehrarbeit

Grundvergütung: [BETRAG] EUR brutto je [STUNDE / MONAT; GENAU EINE EINHEIT WÄHLEN]. Zusammensetzung weiterer Entgeltbestandteile, Zuschläge, Zulagen, Prämien und Sonderzahlungen: [JEWEILS BETRAG / KLARE BERECHNUNG ODER AUSDRÜCKLICH KEINE]. Fälligkeit: [DATUM / REGEL]. Zahlungsart: [ANGABE]. Rechtmäßig angeordnete oder genehmigte Mehrarbeit wird [KONKRETE BEZAHLUNG ODER ZEITAUSGLEICH MIT FRIST] ausgeglichen; Voraussetzungen für eine Anordnung: [KONKRET]. Keine unbegrenzte pauschale Abgeltung. Zwingende Mindest- und Gleichstellungsansprüche bleiben unberührt.

8. Erholungsurlaub

Der vereinbarte Jahresurlaub beträgt [TAGE] Arbeitstage bei regelmäßig [ARBEITSTAGEN] pro Woche. Er darf den einschlägigen gesetzlichen Mindesturlaub, gegebenenfalls einschließlich besonderer Schutzvorschriften, nicht unterschreiten. Bei Veränderungen der Arbeitstage ist eine rechtmäßige Umrechnung vorzunehmen. Beantragung und Abstimmung: [VERFAHREN]. Gesetzliche Urlaubsrechte werden nicht pauschal ausgeschlossen.

9. Arbeitsunfähigkeit und sonstige Verhinderung

Arbeitsunfähigkeit und voraussichtliche Dauer sind unverzüglich mitzuteilen. Nachweis und Abruf elektronischer Arbeitsunfähigkeitsdaten richten sich nach geltendem Recht; soweit das elektronische Verfahren nicht greift, sind erforderliche Nachweise vorzulegen. Die gesetzlichen Voraussetzungen und Grenzen der Entgeltfortzahlung, einschließlich einer etwaigen Wartezeit, bleiben maßgeblich.

10. Weitere Arbeitsbedingungen

Anwendbare Tarifverträge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen mit genauer Bezeichnung: [ANGABEN ODER KEINE]. Etwaiger Anspruch auf vom Arbeitgeber bereitgestellte Fortbildung: [ANGABEN ODER KEIN ZUSÄTZLICHER VERTRAGLICHER ANSPRUCH]. Bei zugesagter betrieblicher Altersversorgung: Versorgungsträger mit Namen und Anschrift [ANGABEN ODER KEINE ZUSAGE; GESETZLICHE RECHTE BLEIBEN UNBERÜHRT].

11. Beendigung und Rechtsschutz

Für eine zulässige ordentliche Kündigung gelten die einschlägigen gesetzlichen Fristen, soweit keine wirksam vorrangige Regelung vereinbart oder anwendbar ist. Die besonderen Laufzeit- und Kündbarkeitsregelungen dieser Vorlage gehen innerhalb des gesetzlichen Rahmens vor. Kündigungen und arbeitsrechtliche Aufhebungsverträge bedürfen der Schriftform; die elektronische Form ist ausgeschlossen. Wer eine Arbeitgeberkündigung gerichtlich angreifen will, muss grundsätzlich innerhalb von drei Wochen nach Zugang Klage erheben. Bei Befristungen sind insbesondere die gesonderten Klagefristen des TzBfG zu beachten. Zwingende Schutzrechte bleiben bestehen.

12. Abschluss und Anlagen

Alle Platzhalter und erforderlichen Anlagen werden vor Verwendung vollständig und widerspruchsfrei ausgefüllt. Anlagen: [LISTE]. Eine Befristung ist vor Arbeitsaufnahme formwirksam zu vereinbaren; keine Rückdatierung. [ORT, DATUM, UNTERSCHRIFTEN DER VERTRAGSPARTEIEN IN DER ERFORDERLICHEN FORM].

Kein Prüf- oder Freigabesiegel

Dieses Angebot enthält redaktionell erstellte Muster auf Grundlage der verlinkten Quellen. Eine Prüfung der individuellen Endfassung durch einen Rechtsanwalt, eine Notarin oder andere zuständige Fachstellen ist damit nicht erfolgt. Probezeit, Wartezeit und Befristung nicht verwechseln. Sonderkündigungsschutz und Schriftform können auch innerhalb einer Probezeit wichtig sein.

Häufige Fragen

Muss nach der Probezeit neu unterschrieben werden?

Bei einem bereits unbefristeten Arbeitsvertrag grundsätzlich nicht. Die vereinbarten Bedingungen gelten weiter, soweit keine wirksame Änderung vereinbart wird.

Sind sechs Monate bei jedem befristeten Vertrag erlaubt?

Nein. Die Probezeit muss zur erwarteten Vertragsdauer und zur Art der Tätigkeit passen.

Ist der Download „Arbeitsvertrag mit Probezeit“ anwaltlich geprüft?

Nein. Es handelt sich um ein redaktionelles Muster beziehungsweise das ausdrücklich bezeichnete Vorbereitungspapier. Die Quellen ersetzen keine Prüfung des individuellen Sachverhalts und der vervollständigten Endfassung.

Sind Word und PDF kostenlos?

Ja. Beide Dateien sind ohne Anmeldung zugänglich. Ein Download allein begründet keinen Arbeitsvertrag, Vermittlungsauftrag oder Vertrag mit CALUMA.

Was muss ich vor einer Verwendung ergänzen?

Probezeit, Wartezeit und Befristung nicht verwechseln. Sonderkündigungsschutz und Schriftform können auch innerhalb einer Probezeit wichtig sein. Außerdem müssen Parteien, Daten, Beträge, gegebenenfalls Vertretung und sämtliche erforderlichen Anlagen vollständig und widerspruchsfrei feststehen.

Nachvollziehbare Grundlage

Quellen und Informationsstand

Informationsstand: 14. September 2026. Verlinkt sind Rechtsgrundlagen und institutionelle Informationen zur Einordnung. Maßgeblich ist die für Ihren Fall geltende Fassung. Ein Quellenverweis bestätigt nicht die Wirksamkeit jeder denkbaren Vertragsgestaltung.

  1. § 622 BGB – Kündigungsfristen bei Arbeitsverhältnissen
  2. KSchG – Kündigungsschutz und Klagefristen
  3. § 623 BGB – Schriftform und Ausschluss der elektronischen Form
  4. TzBfG – Teilzeit, Abrufarbeit, Arbeitsplatzteilung und Befristung
  5. § 20 BBiG – Probezeit in der Berufsausbildung

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