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Vertrag für ein freiwilliges Praktikum

Ein freiwilliges Praktikum kann der beruflichen Orientierung oder einer Ausbildungsergänzung dienen. Es ist kein reguläres Ausbildungsverhältnis, kann aber unter § 26 BBiG fallen. Ein passendes Muster muss insbesondere Lernzweck, Betreuung, Vergütung und die daraus folgenden Sonderregeln berücksichtigen.

ArbeitsverträgeWord + PDFDeutschland · Stand 09/2026
Verstehen, bevor Sie unterschreiben

Was ist wichtig?

Die folgenden Punkte ordnen das Thema ein. Die tatsächliche Durchführung und die konkrete Vertragsfassung sind entscheidend; ein Dateiname oder eine Überschrift ersetzt diese Prüfung nicht.

01

Freiwilligkeit bedeutet nicht Unentgeltlichkeit

Das Mindestlohngesetz nennt eng umrissene Ausnahmen für bestimmte Orientierungs- und ausbildungsbegleitende Praktika von bis zu drei Monaten. Bei anderen Konstellationen kann der Mindestlohn von Beginn an geschuldet sein. Wird eine Grenze überschritten, ist die gesamte Einordnung neu zu prüfen.

02

BBiG-Verweis ernst nehmen

Für andere Berufsbildungsverhältnisse nach § 26 BBiG gelten zahlreiche Ausbildungsvorschriften entsprechend, mit gesetzlichen Besonderheiten. Ein pauschaler Verweis auf vier Wochen Kündigungsfrist wie bei jedem Arbeitsvertrag kann deshalb unpassend sein. Der Lernzweck muss die reale Tätigkeit prägen.

03

Transparenter Ablauf

Die Vereinbarung sollte Stationen, verantwortliche Ansprechperson, Feedback, Arbeits- beziehungsweise Lernzeit und Bescheinigung enthalten. Produktive Mitarbeit kann vorkommen, darf aber nicht den vorgeschobenen Lernzweck ersetzen. Befristung und Beendigungsrechte müssen zum rechtlichen Modell passen.

Vertrag für ein freiwilliges Praktikum: Lernzweck, Vergütung prüfen, Betreuung sichern
Drei zentrale Prüffelder: Lernzweck · Vergütung prüfen · Betreuung sichern. Schematische Übersicht, keine rechtliche Entscheidung.
Form und Abschluss

Vertrag und gegebenenfalls einzelne formbedürftige Bestandteile vor Abschluss prüfen und dokumentieren.

Beispiel aus der Praxis

Fiktives Beispiel

So lässt sich die Frage einordnen.

Eine Person möchte vor der Studienwahl sechs Wochen eine technische Abteilung kennenlernen. Die Praktikumsstelle legt Lernstationen und Betreuung fest. Die Prüfung einer Mindestlohnausnahme wird dokumentiert; ein reiner Einsatz als vollwertige Urlaubsvertretung wird nicht als gleichwertige Orientierung behandelt.

Typischer Fehler – und worauf Sie achten sollten

Unterschreiben Sie keine pauschale Verzichtserklärung auf gesetzliche Vergütung. Ein Vertragsverzicht kann zwingende Mindestlohnansprüche nicht einfach beseitigen.

Abgrenzung zu verwandten Themen

Diese Themen hängen zusammen, erfüllen aber nicht automatisch denselben Zweck. Öffnen Sie die jeweilige Vertiefung, bevor Sie eine andere Vorlage übernehmen.

ThemaEinordnungArt des Downloads
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Ihre Vorbereitung

Checkliste zum Abhaken

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Vertrag für ein freiwilliges Praktikum: Word und PDF

Praktikumsmuster. Die Word-Datei ist bearbeitbar; die PDF-Datei zeigt dieselbe Dokumentfassung. Beide Dateien enthalten einen sichtbaren Hinweis zum Mustercharakter. Sie werden ohne Registrierung angeboten.

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Vertrag für ein freiwilliges Praktikum

Praktikumsmuster · Stand 14. September 2026

Redaktionelles Muster, nicht anwaltlich geprüft. Unterschreiben Sie keine pauschale Verzichtserklärung auf gesetzliche Vergütung. Ein Vertragsverzicht kann zwingende Mindestlohnansprüche nicht einfach beseitigen. Alle Platzhalter und erforderlichen Anlagen müssen vor Verwendung vollständig bearbeitet werden.

1. Parteien

Aufnehmende Stelle [VOLLSTÄNDIGE ANGABEN, VERTRETUNG] und teilnehmende Person [NAME, ANSCHRIFT; GEGEBENENFALLS GESETZLICHE VERTRETUNG].

2. Zweck und Dauer

Das freiwillige Praktikum dient [KONKRETE ORIENTIERUNG / AUSBILDUNGSBEGLEITUNG] und läuft vom [BEGINN] bis [ENDE]. Der Lernplan ist verbindlicher Bestandteil. Eine bloße Besetzung einer regulären Stelle ist nicht vereinbart.

3. Betreuung und Praxiszeit

Betreuung: [PERSON]. Die regelmäßige Praxiszeit beträgt [STUNDEN] pro Woche. Feedbackgespräche finden zu [TERMINE] statt. Erforderliche Schutzunterweisungen erfolgen vor Beginn.

4. Vergütung und Rechte

Die Bruttovergütung beträgt [BETRAG]. Eine behauptete Mindestlohnausnahme ist mit [RECHTSGRUND UND NACHWEIS] konkret zu dokumentieren; zwingende Vergütungsansprüche bleiben unberührt. Urlaub und Entgeltfortzahlung werden nach der einschlägigen Rechtsgrundlage gewährt.

5. Beendigung und Nachweis

Soweit § 26 BBiG gilt, richten sich Probezeit und Beendigung nach den dort einbezogenen gesetzlichen Vorschriften. Individuelle Dauer der Probezeit: [GEPRÜFTE DAUER]. Eine Bescheinigung über Dauer, Inhalte und erworbene Kenntnisse wird erteilt.

6. Vervollständigung und Abschluss

Erforderliche Schul-, Hochschul- beziehungsweise Lernplanunterlagen und rechtlich erforderliche weitere Vertragsangaben sind vor Beginn vollständig beizufügen. Arbeitszeit, Urlaub, Vergütung und Beendigung sind nach der tatsächlichen Einordnung und gegebenenfalls BBiG oder zwingenden Schutzgesetzen zu konkretisieren. [ORT, DATUM, UNTERSCHRIFTEN IN DER ERFORDERLICHEN FORM].

Kein Prüf- oder Freigabesiegel

Dieses Angebot enthält redaktionell erstellte Muster auf Grundlage der verlinkten Quellen. Eine Prüfung der individuellen Endfassung durch einen Rechtsanwalt, eine Notarin oder andere zuständige Fachstellen ist damit nicht erfolgt. Unterschreiben Sie keine pauschale Verzichtserklärung auf gesetzliche Vergütung. Ein Vertragsverzicht kann zwingende Mindestlohnansprüche nicht einfach beseitigen.

Häufige Fragen

Muss ein freiwilliges Praktikum vergütet werden?

Das hängt von der konkreten Rechtsgrundlage ab. Ein Ausschluss des gesetzlichen Mindestlohns ist nur bei tatsächlich erfüllter Ausnahme möglich; weitere Vergütungsregeln bleiben zu prüfen.

Ist eine sechsmonatige Probezeit sinnvoll?

Eine pauschale sechsmonatige Probezeit passt nicht zu jedem Praktikumsmodell. Bei § 26 BBiG sind die entsprechenden Sonderregeln und die praktische Dauer zu berücksichtigen.

Ist der Download „Vertrag für ein freiwilliges Praktikum“ anwaltlich geprüft?

Nein. Es handelt sich um ein redaktionelles Muster beziehungsweise das ausdrücklich bezeichnete Vorbereitungspapier. Die Quellen ersetzen keine Prüfung des individuellen Sachverhalts und der vervollständigten Endfassung.

Sind Word und PDF kostenlos?

Ja. Beide Dateien sind ohne Anmeldung zugänglich. Ein Download allein begründet keinen Arbeitsvertrag, Vermittlungsauftrag oder Vertrag mit CALUMA.

Was muss ich vor einer Verwendung ergänzen?

Unterschreiben Sie keine pauschale Verzichtserklärung auf gesetzliche Vergütung. Ein Vertragsverzicht kann zwingende Mindestlohnansprüche nicht einfach beseitigen. Außerdem müssen Parteien, Daten, Beträge, gegebenenfalls Vertretung und sämtliche erforderlichen Anlagen vollständig und widerspruchsfrei feststehen.

Nachvollziehbare Grundlage

Quellen und Informationsstand

Informationsstand: 14. September 2026. Verlinkt sind Rechtsgrundlagen und institutionelle Informationen zur Einordnung. Maßgeblich ist die für Ihren Fall geltende Fassung. Ein Quellenverweis bestätigt nicht die Wirksamkeit jeder denkbaren Vertragsgestaltung.

  1. § 22 MiLoG – Praktika, Jugendliche und weitere Ausnahmen
  2. BBiG – Berufsausbildung und andere Berufsbildungsverhältnisse
  3. § 22 BBiG – Kündigung der Berufsausbildung

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