Das 15. Interdisziplinäre Symposium „Kontroversen in der Uro-Onkologie“ findet am 22. und 23. Januar 2027 im Internationalen Congress Center Dresden statt. Die Veranstaltung ist als fachlicher Jahresauftakt konzipiert und stellt unterschiedliche Positionen zu operativen Verfahren, medikamentösen Therapien und neuen Entwicklungen gegenüber. Genutzt wird laut Veranstalter der obere Meetingbereich des Congress Centers am Ostra-Ufer 2.
Die angekündigten Themenblöcke behandeln Prostata-, Urothel- und Nierenzellkarzinome sowie die Organisation der Versorgung. Im Mittelpunkt steht die Diskussion schwieriger Entscheidungen und der verfügbaren Evidenz. Dazu gehören etwa die Auswahl und Intensität von Behandlungsansätzen, Fragen des Blasenerhalts und die Zusammenarbeit zwischen Praxis, Onkologie und operierendem Zentrum. Diese Punkte beschreiben die fachliche Agenda des Kongresses; aus ihnen folgt keine Empfehlung für die Behandlung eines einzelnen Patienten.
Das Format setzt bewusst auf Beteiligung. Angekündigt sind Fallbesprechungen, Publikumsumfragen, Pro-und-Contra-Diskussionen und Tumorboards. Verschiedene Sichtweisen sollen dadurch erkennbar und diskutierbar werden. Das Programm greift außerdem künstliche Intelligenz, die Simulation individueller Therapieentscheidungen und Fragen zur Verantwortung in der Patientenführung auf. Wer die Veranstaltung besucht, kann sich deshalb nicht nur an einzelnen Krankheitsbildern orientieren, sondern auch an übergreifenden Fragen der interdisziplinären Zusammenarbeit.
Für Freitag ist ab 8:45 Uhr ein Begrüßungskaffee in der Industrieausstellung vorgesehen. Ein Morning Workshop beginnt um 9:15 Uhr und behandelt Therapie- und Nebenwirkungsmanagement moderner Kombinationstherapien. Nach der Begrüßung durch das wissenschaftliche Board folgen die fachlichen Sitzungen. Der veröffentlichte Freitag schließt mit Zusammenfassung und Lernerfolgskontrolle von 18 bis 18:15 Uhr; anschließend ist ein Get-together in der Industrieausstellung angekündigt. Für Samstag und mögliche kurzfristige Änderungen ist das jeweils aktuelle vollständige Programm maßgeblich.
Die wissenschaftliche Verantwortung tragen Gunhild von Amsberg, Boris Hadaschik, Sascha Pahernik und Christian Thomas. Veranstalter ist THINK WIRED! Healthcare Communications. Für eine benötigte Übernachtung verweist die Website auf ein begrenztes Kontingent im benachbarten Maritim Hotel. Die Buchung ist getrennt von der persönlichen Programmauswahl zu planen; Verfügbarkeit und Abruffrist sollten frühzeitig geprüft werden.
Der fachliche Nutzen eines kontrovers angelegten Kongresses liegt im Vergleich von Argumenten und den Bedingungen, unter denen eine Position vertreten wird. Für die Nachbereitung empfiehlt es sich, die besprochenen Fragestellungen und offenen Evidenzfragen festzuhalten. So können Diskussionsergebnisse im eigenen fachlichen Umfeld eingeordnet werden, ohne einzelne Aussagen losgelöst vom jeweiligen Fallkontext zu übernehmen.