Ein Zeitkonto macht Abweichungen sichtbar, schafft aber keine freie Verfügungsmasse
Ein Arbeitszeitkonto stellt vereinbarte Sollzeit und erfasste beziehungsweise anrechenbare Istzeit gegenüber. Welche Buchungen zulässig sind, richtet sich nach der zugrunde liegenden Vereinbarung. Plus- und Minusstunden sind deshalb nicht allein technische Rechenergebnisse. Krankheit, Urlaub und fehlende Beschäftigungsmöglichkeiten dürfen nicht beliebig als persönliche Zeitschuld behandelt werden.
Die Kontenregelung sollte Grenzen, Ausgleichszeiträume und Verantwortlichkeiten enthalten. Ein dauerhaft wachsendes Guthaben kann zeigen, dass die Arbeitsmenge nicht zur vereinbarten Kapazität passt. Ein dauerhaft negatives Konto kann ebenso auf fehlerhafte Planung oder Buchung hinweisen.
