Rechtliches · Personalvermittlung

AGB für Personalvermittlung

Vertragsbedingungen für die entgeltliche Personalvermittlung von CALUMA an Unternehmen – transparent gegliedert und auf das aktuelle Vermittlungsmodell abgestimmt.

Dokument §§ 1–11
Zahlungsfrist Sofort fällig
Garantie 3 Monate
Zielgruppe Geschäftskunden

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Alle Regelungen zur Personalvermittlung im Überblick.

Über die Navigation gelangen Sie direkt zum gewünschten Abschnitt. Die konkrete Vermittlungsgebühr, Berechnungsgrundlage und der jeweilige Gebührenauslöser werden vor Auftragserteilung transparent mitgeteilt.

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Präambel

CALUMA Personalvermittlung, Inhaber Ünsal Hacibekiroglu, Hohes Feld 15A, 33611 Bielefeld, vermittelt im Auftrag von Unternehmen geeignete Kandidatinnen und Kandidaten zur unmittelbaren Begründung eines Beschäftigungs- oder sonstigen zulässigen Vertragsverhältnisses zwischen Auftraggeber und Kandidat. CALUMA wird durch die Vermittlung weder Arbeitgeber der vermittelten Person noch überlässt CALUMA eigene Arbeitnehmer zur Arbeitsleistung beim Auftraggeber.

Diese AGB gelten ausschließlich für entgeltliche Vermittlungsaufträge von Unternehmern im Sinne des § 14 BGB, juristischen Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtlichen Sondervermögen. Verträge von CALUMA mit Arbeitsuchenden werden hiervon nicht geregelt. Soweit mit Arbeitsuchenden ein gesonderter Vermittlungsvertrag geschlossen wird, gelten hierfür die gesetzlichen Vorgaben und die hierfür gesondert vereinbarten Bedingungen.

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§ 1 Geltungsbereich und Vertragsgrundlagen

§ 1.1 Geltung

Diese AGB gelten für die entgeltliche Personalvermittlung zwischen CALUMA und dem Auftraggeber. Maßgeblich sind ergänzend der konkrete Vermittlungsauftrag, die Auftragsbestätigung und die dort vereinbarten Leistungs-, Preis- und Garantiebedingungen. Individuelle Vereinbarungen haben Vorrang.

§ 1.2 Abweichende Geschäftsbedingungen

Abweichende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Auftraggebers werden nur Vertragsbestandteil, wenn CALUMA ihrer Geltung ausdrücklich zustimmt. Ein bloßer Hinweis des Auftraggebers auf eigene Bedingungen genügt hierfür nicht.

§ 1.3 Personalvermittlung und keine Arbeitnehmerüberlassung

CALUMA schuldet eine Vermittlungsleistung, nicht die Überlassung eigener Arbeitnehmer. Der Beschäftigungs- oder sonstige Vertrag wird unmittelbar zwischen Auftraggeber und Kandidat geschlossen. Bei der Vermittlung selbstständiger Auftragnehmer muss die tatsächliche Durchführung rechtlich als selbstständige Tätigkeit ausgestaltet sein; die bloße Bezeichnung als „Freelancer“ ist hierfür nicht entscheidend. Die arbeits-, sozialversicherungs- und steuerrechtlich zutreffende Ausgestaltung des anschließenden Vertragsverhältnisses obliegt den Vertragsparteien dieses Verhältnisses.

02

§ 2 Leistungen und Pflichten von CALUMA

§ 2.1 Vermittlungsleistung

CALUMA bearbeitet den Vermittlungsauftrag mit der im Geschäftsverkehr erforderlichen Sorgfalt und unterstützt insbesondere bei Suche, Vorauswahl, Kontaktanbahnung und Vorstellung geeigneter Kandidaten. Umfang und Intensität der Leistung richten sich nach dem vereinbarten Auftrag. Ein bestimmter Vermittlungserfolg wird nur geschuldet, soweit dies ausdrücklich vereinbart ist.

§ 2.2 Kandidatenangaben und Auswahlhilfen

Kandidatenangaben beruhen teilweise auf Selbstauskünften und eingereichten Unterlagen. CALUMA prüft diese Angaben in dem vereinbarten beziehungsweise nach den Umständen erforderlichen Umfang. Eine Garantie für die Richtigkeit sämtlicher Angaben, Abschlüsse, Referenzen oder die spätere Arbeitsleistung besteht nur, wenn sie ausdrücklich übernommen wurde. Eigene vereinbarte Prüfpflichten von CALUMA bleiben unberührt. Interne Einstufungen oder Matching-Ergebnisse dienen als Auswahlhilfe und ersetzen die Einstellungsentscheidung des Auftraggebers nicht.

§ 2.3 Kommunikation

CALUMA darf zur Durchführung des Auftrags die vom Auftraggeber benannten Ansprechpartner kontaktieren und erforderliche Rückfragen stellen. Verbindliche Erklärungen werden gegenüber den vom Auftraggeber hierzu bevollmächtigten Personen abgegeben. Die Vertretungsmacht anderer Mitarbeiter richtet sich nach den gesetzlichen Vorschriften.

03

§ 3 Pflichten des Auftraggebers

§ 3.1 Vollständiges und rechtmäßiges Anforderungsprofil

Der Auftraggeber stellt CALUMA die für die Vermittlung erforderlichen Angaben zu Tätigkeit, Einsatzort, Beschäftigungsart, Zeitraum, Arbeitszeit, Vergütung und fachlichen Anforderungen vollständig und wahrheitsgemäß zur Verfügung und informiert CALUMA über wesentliche Änderungen. Der Auftraggeber ist für die Rechtmäßigkeit der angebotenen Beschäftigung und die Einhaltung zwingender arbeitsrechtlicher, sozialversicherungsrechtlicher und diskriminierungsrechtlicher Vorgaben verantwortlich.

§ 3.2 Ansprechpartner und Mitwirkung

Der Auftraggeber benennt nach Möglichkeit einen vertretungsberechtigten oder für den Vermittlungsprozess zuständigen Ansprechpartner und wirkt in angemessenem Umfang an Terminabstimmungen, Rückmeldungen und erforderlichen Entscheidungen mit. Verzögerungen, die allein auf fehlender oder verspäteter Mitwirkung beruhen, hat CALUMA nicht zu vertreten.

§ 3.3 Mitteilung eines Vertragsschlusses

Kommt mit einem von CALUMA vorgestellten Kandidaten ein Arbeits-, Dienst-, Werk- oder sonstiges für die Vermittlungsgebühr relevantes Vertragsverhältnis zustande, informiert der Auftraggeber CALUMA hierüber unverzüglich und teilt die zur Abrechnung erforderlichen Angaben mit. Ist die Vergütung des Kandidaten Berechnungsgrundlage der Vermittlungsgebühr, umfasst dies insbesondere die vereinbarte relevante Vergütung und den vereinbarten Beschäftigungszeitraum.

§ 3.4 Bereits bestehender Kandidatenkontakt

War ein von CALUMA vorgestellter Kandidat dem Auftraggeber bereits vor der Vorstellung bekannt und bestand bereits ein konkreter, noch aktueller Recruitingkontakt für dieselbe oder eine vergleichbare Position, soll der Auftraggeber CALUMA hierüber unverzüglich informieren. Ein Honoraranspruch entsteht insoweit nur, wenn die Tätigkeit von CALUMA für den späteren Vertragsschluss zumindest mitursächlich war.

§ 3.5 Folgen unterlassener Mitteilung

Eine unterlassene oder verspätete Mitteilung lässt einen bereits entstandenen Honoraranspruch nicht entfallen. CALUMA kann bei schuldhafter Pflichtverletzung den nach den gesetzlichen Vorschriften nachweisbaren zusätzlichen Schaden verlangen. Eine pauschale Vertragsstrafe wird nicht vereinbart.

04

§ 4 Auftragserteilung, Vertragsschluss und Beendigung

§ 4.1 Personalanfrage und Auftrag

Eine ausdrücklich als kostenlos oder unverbindlich bezeichnete Personalanfrage begründet noch keinen kostenpflichtigen Vermittlungsauftrag. Ein kostenpflichtiger Auftrag wird über das dafür vorgesehene Auftragsformular oder in Textform erteilt. Der Auftrag des Auftraggebers stellt ein Vertragsangebot dar, das CALUMA durch Auftragsbestätigung in Textform annimmt. In der Auftragsbestätigung werden insbesondere die vereinbarte Leistung, die Vergütungsregel und der maßgebliche Gebührenauslöser festgehalten.

§ 4.2 Beendigung vor Vermittlungserfolg

Der Auftraggeber kann einen noch nicht erfolgreich abgeschlossenen Vermittlungsauftrag jederzeit in Textform beenden. Soweit keine individualvertragliche Stornoregel vereinbart wurde, fällt allein für die Beendigung keine Stornogebühr an. Bereits wirksam entstandene Zahlungsansprüche bleiben unberührt.

§ 4.3 Späterer Vertragsschluss mit vorgestellten Kandidaten

Endet der Vermittlungsauftrag, bleibt ein Honoraranspruch möglich, wenn innerhalb von zwölf Monaten nach der letzten dokumentierten Vorstellung eines Kandidaten ein für die Vermittlungsgebühr relevantes Vertragsverhältnis mit diesem Kandidaten zustande kommt und die Vermittlungstätigkeit von CALUMA hierfür zumindest mitursächlich war. Nach Ablauf von zwölf Monaten entsteht allein aufgrund der früheren Kandidatenvorstellung kein Honoraranspruch nach dieser Klausel.

§ 4.4 Verbundene Unternehmen

Kommt der Vertrag mit einem mit dem Auftraggeber verbundenen Unternehmen zustande, entsteht ein Honoraranspruch nur, wenn der Kandidat durch den Auftraggeber oder auf dessen Veranlassung an dieses Unternehmen weitergegeben wurde beziehungsweise die Vermittlung von CALUMA für den dortigen Vertragsschluss zumindest mitursächlich war.

05

§ 5 Vermittlungshonorar und Gebührenauslöser

§ 5.1 Maßgebliche Vergütung

Die Höhe der Vermittlungsgebühr und ihre Berechnungsgrundlage richten sich nach dem vor Vertragsschluss mitgeteilten und im Vermittlungsauftrag beziehungsweise in der Auftragsbestätigung vereinbarten Modell. Allgemeine Preisübersichten dienen der Information; für den einzelnen Auftrag ist die bei Vertragsschluss vereinbarte Kondition maßgeblich.

§ 5.2 Kurzfristige und zeitbezogene Vermittlungen

Bei zeit- oder tagebezogenen Vermittlungen kann die Vermittlungsgebühr mit der verbindlichen Auswahl beziehungsweise Buchung eines konkreten Kandidaten für einen bestimmten Einsatz entstehen, wenn dies dem Auftraggeber vor seiner kostenpflichtigen Auftragserteilung als Gebührenauslöser mitgeteilt wurde. Die konkrete Tages-, Pauschal- oder sonstige Berechnung ergibt sich aus der Auftragsbestätigung.

§ 5.3 Längerfristige Vermittlungen

Bei einkommensabhängigen Vermittlungen entsteht der Honoraranspruch grundsätzlich mit Abschluss des Arbeits- oder sonstigen vereinbarten Beschäftigungsvertrags mit dem von CALUMA vorgestellten Kandidaten. Soweit die Vermittlungsgebühr vom vereinbarten Gesamteinkommen oder einer vergleichbaren Vergütungsgröße abhängt, muss die konkrete Berechnungsweise vor Vertragsschluss festgelegt sein.

§ 5.4 Abweichende Position oder Vertragsgestaltung

Wird ein vorgestellter Kandidat für eine andere Position oder mit anderen Konditionen eingestellt, entfällt der Honoraranspruch nicht allein deshalb, sofern die Vermittlungstätigkeit von CALUMA für den Vertragsschluss mitursächlich war. Die Höhe der Vergütung richtet sich jedoch ausschließlich nach der wirksam vereinbarten Berechnungsregel und der tatsächlich einschlägigen Vergütungsgrundlage.

§ 5.5 Arbeitgeberpflichten

Lohn oder Gehalt des Kandidaten, Arbeitgeberabgaben und sonstige Kosten des Beschäftigungsverhältnisses sind nicht Bestandteil der Vermittlungsgebühr, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde. Die ordnungsgemäße Anmeldung und Durchführung des Beschäftigungsverhältnisses obliegt dem Arbeitgeber.

06

§ 6 Zahlungsbedingungen

§ 6.1 Rechnungsstellung und Zahlungsfrist

CALUMA stellt eine Rechnung, sobald der vereinbarte Gebührenauslöser eingetreten ist. Soweit im Vermittlungsauftrag nichts anderes wirksam vereinbart ist, ist der Rechnungsbetrag mit Zugang der Rechnung sofort und ohne Abzug zur Zahlung fällig. Sämtliche gegenüber Geschäftskunden ausgewiesenen Preise verstehen sich netto zuzüglich der gesetzlich geschuldeten Umsatzsteuer.

§ 6.2 Zahlungsverzug

Die sofortige Fälligkeit führt nicht allein zum sofortigen Zahlungsverzug. Der Eintritt und die Folgen des Verzugs richten sich nach den gesetzlichen Vorschriften, insbesondere § 286 BGB. Verzug tritt danach insbesondere nach einer Mahnung nach Eintritt der Fälligkeit oder in den gesetzlich bestimmten Fällen ohne Mahnung ein. Bei Entgeltforderungen aus Rechtsgeschäften, an denen kein Verbraucher beteiligt ist, tritt der Schuldner spätestens 30 Tage nach Fälligkeit und Zugang einer Rechnung in Verzug. Der gesetzliche Verzugszinssatz beträgt in diesem Fall neun Prozentpunkte über dem jeweils geltenden Basiszinssatz. Gesetzlich vorgesehene Verzugspauschalen und weitergehende nachweisbare Verzugsschäden bleiben unberührt.

§ 6.3 Zahlungen an Kandidaten

Vermittelte Kandidaten sind nicht zur Entgegennahme von Zahlungen für CALUMA bevollmächtigt. Zahlungen an Kandidaten erfüllen eine gegenüber CALUMA bestehende Vermittlungsgebühr nur, wenn CALUMA dies zuvor ausdrücklich bestätigt hat.

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§ 7 Leistungsverweigerung und Leistungsstörungen

§ 7.1 Gefährdung des Gegenleistungsanspruchs

Wird nach Vertragsschluss erkennbar, dass der Anspruch von CALUMA auf die vereinbarte Gegenleistung durch mangelnde Leistungsfähigkeit des Auftraggebers gefährdet ist, kann CALUMA die noch ausstehende eigene Leistung im gesetzlich zulässigen Umfang verweigern, bis die Gegenleistung bewirkt oder eine angemessene Sicherheit geleistet wird. Weitergehende gesetzliche Rechte bleiben unberührt.

§ 7.2 Zahlungsrückstände

Bei erheblichen fälligen Zahlungsrückständen aus demselben Vertragsverhältnis kann CALUMA nach angemessener Ankündigung weitere nicht zwingend vorab zu erbringende Vermittlungsleistungen vorübergehend aussetzen, soweit dies verhältnismäßig ist. Bereits entstandene Ansprüche werden dadurch nicht verändert.

§ 7.3 Rechtswidrige oder unzumutbare Aufträge

CALUMA darf Leistungen ablehnen oder einen Auftrag aus wichtigem Grund beenden, wenn dessen Durchführung gegen gesetzliche Vorschriften, behördliche Anordnungen oder Rechte Dritter verstoßen würde, eine diskriminierende oder sonst rechtswidrige Beschäftigung verlangt wird oder dem Auftraggeber nach erfolgloser angemessener Abhilfefrist eine schwerwiegende Vertragsverletzung zur Last fällt. Soweit eine vorherige Fristsetzung gesetzlich entbehrlich ist, kann die Maßnahme sofort erfolgen.

08

§ 8 Drei-Monats-Garantie

3 Monate · Ersatzvermittlung · 100 % Gutschrift

§ 8.1 Garantiefall

CALUMA gewährt für jede nach diesen AGB entgeltlich vermittelte Personalkraft eine Garantie. Ein Garantiefall liegt vor, wenn die vermittelte Person den vereinbarten Einsatz nicht antritt oder das vereinbarte Beschäftigungs- beziehungsweise Einsatzverhältnis innerhalb der ersten drei Monate ab dem vereinbarten Startdatum vorzeitig endet. Bei einem von vornherein kürzer als drei Monate vereinbarten Einsatz gilt die Garantie bis zum planmäßigen Einsatzende; das planmäßige Ende selbst ist kein Garantiefall.

§ 8.2 Ersatzvermittlung

Im Garantiefall führt CALUMA vorrangig ohne erneute Vermittlungsgebühr eine Ersatzvermittlung für dieselbe oder eine sachlich vergleichbare Position durch. Der Auftraggeber informiert CALUMA nach Kenntnis des Garantiefalls unverzüglich und stellt die für die Ersatzsuche erforderlichen aktuellen Angaben zur Verfügung. Eine verspätete Meldung führt nicht automatisch zum Verlust der Garantie, kann jedoch berücksichtigt werden, soweit sie die Ersatzvermittlung nachweislich erschwert oder vereitelt.

§ 8.3 100-%-Gutschrift

Kann CALUMA trotz angemessener Vermittlungsbemühungen keine geeignete Ersatzperson vermitteln, erhält der Auftraggeber eine Gutschrift in Höhe von 100 % der für die betroffene Vermittlung berechneten Vermittlungsgebühr. Die Gutschrift bezieht sich ausschließlich auf die Vermittlungsgebühr; Lohn, Gehalt, Arbeitgeberabgaben oder sonstige Kosten des Beschäftigungsverhältnisses sind hiervon nicht umfasst. Eine Barauszahlung ist nur geschuldet, wenn dies individuell vereinbart wurde.

§ 8.4 Verhältnis zu gesetzlichen Rechten

Die Garantie ist eine zusätzliche vertragliche Leistung. Zwingende gesetzliche Ansprüche des Auftraggebers wegen einer von CALUMA zu vertretenden Pflichtverletzung werden durch diese Garantie nicht ausgeschlossen oder beschränkt.

09

§ 9 Haftung

§ 9.1 Unbeschränkte Haftung

CALUMA haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei schuldhafter Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, bei arglistigem Verschweigen eines Mangels sowie im Umfang einer ausdrücklich übernommenen Garantie. Zwingende gesetzliche Haftung, insbesondere nach dem Produkthaftungsrecht oder wegen datenschutzrechtlicher Schadensersatzansprüche, bleibt unberührt.

§ 9.2 Einfache Fahrlässigkeit

Bei einfach fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht haftet CALUMA auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Auftraggeber regelmäßig vertrauen darf. Im Übrigen ist die Haftung für einfache Fahrlässigkeit ausgeschlossen, soweit nicht § 9.1 oder zwingendes Recht entgegensteht.

§ 9.3 Verhalten und Angaben der vermittelten Person

Die vermittelte Person wird aufgrund des unmittelbar mit dem Auftraggeber geschlossenen Vertrags tätig und ist insoweit kein Erfüllungsgehilfe von CALUMA für die Durchführung des Beschäftigungsverhältnisses. CALUMA haftet daher nicht allein für spätere Arbeitsqualität, Fehlverhalten oder Schäden der vermittelten Person. Eigene Auswahl-, Prüf-, Informations- oder sonstige Vertragspflichten von CALUMA und eine daraus resultierende gesetzliche Haftung bleiben hiervon unberührt.

§ 9.4 Kandidatenangaben

Für unrichtige oder unvollständige Angaben eines Kandidaten besteht keine verschuldensunabhängige Einstandspflicht von CALUMA. Hat CALUMA jedoch eine konkrete Prüfung zugesagt oder Anlass zu einer weitergehenden Prüfung und verletzt CALUMA hierbei schuldhaft eigene Pflichten, gelten die vorstehenden Haftungsregelungen.

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§ 10 Datenschutz und Vertraulichkeit

§ 10.1 Zweckbindung von Kandidatendaten

Der Auftraggeber darf von CALUMA rechtmäßig übermittelte Kandidaten- und Bewerberdaten ausschließlich für den mitgeteilten Recruiting- beziehungsweise Besetzungszweck verarbeiten. Zugriff erhalten nur Personen, die an dem konkreten Auswahlverfahren mitwirken. Eine Weitergabe an andere Unternehmen, Konzerngesellschaften oder sonstige Dritte bedarf einer eigenen datenschutzrechtlichen Berechtigung.

§ 10.2 Einzelfallbezogene Freigabe

Personenbezogene Vermittlungsdaten werden von CALUMA nur im gesetzlich zulässigen Umfang verarbeitet und übermittelt. Soweit für Vermittlungsdaten eine Einwilligung im Einzelfall erforderlich ist, ersetzt weder die Registrierung des Kandidaten noch eine allgemeine Kandidatenpoolfreigabe die konkrete Berechtigung zur Übermittlung identifizierbarer Daten an einen bestimmten Arbeitgeber.

§ 10.3 Pflichten des Auftraggebers

Der Auftraggeber erfüllt für die bei ihm stattfindende weitere Verarbeitung insbesondere die jeweils anwendbaren Informations-, Sicherheits-, Berichtigungs-, Einschränkungs- und Löschungspflichten. Wird kein Beschäftigungsverhältnis begründet, sind erhaltene Kandidatendaten nach Wegfall des Zwecks zu löschen, soweit keine eigene fortbestehende Rechtsgrundlage oder gesetzliche Aufbewahrungspflicht besteht.

§ 10.4 Vertrauliche Informationen

Nicht öffentlich bekannte Kandidatenunterlagen, individuelle Angebote, Geschäfts- und Betriebsinformationen sowie sonstige als vertraulich erkennbare Informationen dürfen nur für den vereinbarten Vertragszweck genutzt und nur befugten Personen zugänglich gemacht werden. Die Pflicht gilt nicht für Informationen, die ohne Vertragsverletzung öffentlich bekannt sind oder aufgrund einer gesetzlichen Pflicht offengelegt werden müssen.

§ 10.5 Weitere Datenschutzinformationen

Ergänzende Informationen zur Datenverarbeitung durch CALUMA enthält die aktuelle Datenschutzerklärung. Die datenschutzrechtliche Rollenverteilung zwischen CALUMA und dem Auftraggeber richtet sich nach dem tatsächlichen Verarbeitungsvorgang und wird durch diese AGB nicht pauschal als Auftragsverarbeitung oder gemeinsame Verantwortlichkeit festgelegt.

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§ 11 Schlussbestimmungen

§ 11.1 Anwendbares Recht

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Zwingende gesetzliche Vorschriften bleiben unberührt.

§ 11.2 Gerichtsstand

Ist der Auftraggeber Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, wird – soweit gesetzlich zulässig – Bielefeld als Gerichtsstand für Streitigkeiten aus und im Zusammenhang mit dem Vermittlungsvertrag vereinbart. In allen anderen Fällen gelten die gesetzlichen Gerichtsstände. Weitere gesetzlich zulässige Gerichtsstandsvereinbarungen bleiben unberührt.

§ 11.3 Vertragsänderungen und Individualabreden

Individuelle Vereinbarungen haben Vorrang vor diesen AGB. Soweit gesetzlich keine strengere Form vorgeschrieben ist, können vertragliche Erklärungen und Änderungen in Textform erfolgen. Die bloße Veröffentlichung einer neuen AGB-Fassung ändert einen bereits geschlossenen Vertrag nicht automatisch.

§ 11.4 Unwirksame Bestimmungen

Sind einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder werden sie nicht Vertragsbestandteil, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam. An die Stelle der unwirksamen oder nicht einbezogenen Bestimmung treten die gesetzlichen Vorschriften. Eine unwirksame Klausel wird nicht durch eine möglichst wirtschaftlich ähnliche Regelung ersetzt.

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